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Katastrophe live anschauen

Donnerstag, 15. Dezember 2016 um 13:02

Von Bernd Niquet

Bei uns gibt es eine Entwicklung, die vermutlich weit gefährlicher ist als alle anderen, die wir heute so sicher in einer Katastrophe enden sehen. Und das betrifft weder die EZB noch Trump oder Putin, sondern unsere demographische Entwicklung.

Noch bevor die Weihnachtszeit anfing, konnte ich sie in einem genialen Moment einmal live beobachten. Da musste ich ein Päckchen aus dem DHL-Shop neben dem großen Supermarkt abholen. Ich gehe an einem Wochentag gegen Mittag dorthin, weil ich denke, dass es da bestimmt am leersten ist. Wie gesagt, das gilt nur für die Nicht-Weihnachtszeit.

Doch der Parkplatz quillt selbst an einem stinknormalen Tag fast über und auch im Supermarkt sowie den kleineren Läden daneben herrscht großer Trubel. Ich frage die Frau vom Imbiss, die ich gut kenne: „Was ist denn hier los? Wann arbeiten denn die Leute?“

Die Antwort darauf kommt von einer älteren Kundin, die neben mir steht, mitgehört hat und nun sagt: „Hier arbeitet doch heute niemand mehr. Sie leben wohl nicht mehr in der realen Welt?!“

Ich denke: Bitte was?

Doch dann schaue ich mich einmal um und merke: Sie hat Recht! Nahezu alle Menschen, die ich hier sehe, sind sicherlich bereits in Rente. Und der Rest sieht aus, als bekäme er Hartz IV.

Auf der Rückfahrt registriere ich dann auch erstmals, warum so viele Radfahrer auf der Straße fahren. Es ist gar nicht die schlechte Qualität der Radwege, sondern findet den Grund darin, dass die Radwege von Rollatoren und Einkaufsrollern okkupiert sind.

In Berlin Mitte mag das anders aussehen, doch hier draußen am Stadtrand wird das Straßenbild nahezu komplett von Grau und Khaki dominiert.

Wer sich ein Bild von der demographischen Katastrophe machen will, die unsere Ökonomie in Zukunft mächtig verändern und mit dem Rentensystem auch das Staatsbudget ins Kippen bringen wird, soll sich einmal eine Stunde in den Vororten der großen Städte herumtreiben.

Dann kann er bereits den Schneeball sehen, der einmal zur großen Lawine werden wird. Obwohl der Schnee ja sonst bei uns so konsequent ausbleibt.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* DAS ENDE EINES LANGEN ZYKLUS *** NEUES BUCH *******

Bernd Niquet, „IN TIEFSTEN SCHICHTEN“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2015, 327 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-95744-926-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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