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Politische Veränderungen werden nicht kommen

Donnerstag, 12. Dezember 2019 um 13:58

Von Bernd Niquet

Die EU hat sich ja Mutiges vorgenommen mit ihrem „Green Deal“. Wir sollen also bis 2050 klimaneutral werden. Ich habe keine Ahnung, wie sie das hinbekommen wollen, aber ich bin ja zum Glück auch kein Experte.

Ich frage mich nur, was das eigentlich für die Kindersklaven in den Abbaugruben Afrikas bedeutet, wenn sie jetzt Mutter Erde plötzlich Milliarden Tonnen von Metallen entreißen müssen, um uns zu Billigpreisen allein in Deutschland die Umstellung von Autos für 80 Millionen Einwohner auf Batteriebetrieb zu ermöglichen.

Irgendwie glaube ich, sind wir alle gleich doppelt verrückt geworden. Hin verrückt und zurück ebenfalls.

Doch eigentlich wollte ich lieber einmal auf die nächsten Jahre schauen. 2050 liegt ja doch irgendwie ziemlich weit in der Zukunft. Und da wird ja von all denen, die heute Entscheidungen treffen, wohl kaum noch jemand leben.

(Nur meine Bundesanleihe, die läuft dann immer noch. Die läuft und läuft und das ganz ohne Antrieb. Oder auch nicht.)

Ich denke, momentan sind viele Menschen sehr unzufrieden mit der Lage in unserem Land. Vor allem mit der politischen Situation. Das Problem ist jedoch, dass die Wünsche der Wähler so unterschiedlich sind, dass wahrscheinlich gar nichts passieren wird.

Ich nenne das meine Drei-Drittel- oder Vier-Viertel-Theorie.

1. Es gibt viele Menschen in unserem Land, die mit Recht unsere wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mangelhaft finden. Sie sagen, wir werden nur dann weiterkommen, wenn wir hier Entscheidendes verbessern.

2. Es gibt ebenso viele Menschen, die sich mit Recht gegen die unkontrollierte Zuwanderung und die offenen Grenzen unseres Landes wenden.

3. Es gibt zudem sehr viele Menschen, die es mit Recht als überragend wichtiges Ziel sehen, den Umweltschutz weiter voranzutreiben und dem Klimaeffekt entgegenzuwirken.

4. Und schließlich gibt es noch eine signifikant große Anzahl von Menschen, die mit Recht auf eine größere Gerechtigkeit in unserem Land hinwirken möchten.

Wie lässt sich das nun politisch umsetzen? Meine Beobachtung ist, dass meistens das, was der einen Gruppe sehr wichtig ist, einer anderen mächtigen Gruppe – oder sogar allen anderen – überhaupt nicht wichtig ist. Und nicht nur das, sie wollen es sogar verhindern.

1. Fangen wir mit der Wirtschaft an. Da sind die Klimabewahrer natürlich leidenschaftlich dagegen und den anderen geht das Thema komplett am Arsch vorbei. Und aus die Maus.

2. Beim Migrationsthema ist es noch prägnanter. Da hat die öffentliche Schweigestrategie prima funktioniert und die meisten halten die Klappe. Auch hier also aus die Maus.

3. Weiter zum Klima. Da sind natürlich im Prinzip alle dafür, doch wenn es dann ums Bezahlen geht, werden sich die Reihen schnell lichten. Ein wirksamer Klimaschutz, so sehe ich es, wird sich daher auch nur per Diktatur einführen lassen. Die wird zwar irgendwann kommen, doch jetzt noch nicht. Und noch einmal aus für die Maus.

4. Bleiben die Gerechtigkeitsforderer. So etwas gibt es ja nun schon seit immer und noch niemals ist etwas passiert. Also auch bei dieser Sache aus die Maus.

Wir werden uns also auf Patt-Zeiten einstellen müssen, denke ich. Doch das werden diejenigen, die unser Land und die Welt retten wollen, sicher nicht akzeptieren.

Es wird also richtig zur Sache gehen. Ein heftiger Kampf von Extremisten gegen Extremisten, mit offenem Ausgang. Aber sicherlich vielen Toten auf dem Schlachtfeld.

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. FÜNFTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2019, 624 Seiten, 22 Euro

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Bernd Niquet und die Flüchtlingskrise. Die Geschichte von Bernd Niquet ist mittlerweile in den Jahren 2015 und 2016 angekommen. Das ist die Zeit des massenhaften und ungehinderten Zustroms von Flüchtlingen nach Deutschland. Die Hauptfigur der Ereignisse muss jetzt nicht mehr wie vorher nur die Lasten seines eigenen Lebens und seiner familiären Verhältnisse schultern, sondern sieht sich darüber hinaus gezwungen, aus sich selbst herauszutreten und sich ganz grundsätzliche weiterführende Gedanken zu machen.

»Immer, wenn die große Mittelmacht auf dem europäischen Kontinent verrückt spielt, resultieren daraus immense Verwerfungen. Wird der wirtschaftlichen Nord-Süd-Teilung zur Eurorettung jetzt auch noch eine kulturelle Ost-West-Spaltung zur Flüchtlingsrettung hinzugefügt? Denn das hieße ja nichts anderes als die bildliche Kreuzigung unseres Kontinents.«

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und lebt trotz seines Umzugs im vergangenen Jahr weiterhin im selben ruhigen Außenbezirk von Berlin. Die ersten vier Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen, und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 und 2018.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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