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ZZ ZeroCovid

Donnerstag, 21. Januar 2021 um 08:33

Von Bernd Niquet

Es gibt derzeit eine Kampagne, das Coronavirus bei uns nicht nur so weit in Schach zu halten, dass wir damit einigermaßen leben können, sondern es soll komplett ausgelöscht werden. Ich weiß, dass diese Bewegung nicht aus Deutschland kommt, doch hier fällt sie anscheinend auf besonders fruchtbaren Boden.

Wir Deutschen kennen uns schließlich sehr gut darin aus, etwas komplett auszulöschen.

Und das ist sicher nur der Anfang einer neuen Zeit. Denn nach ZeroCovid, da gehe ich jede Wette ein, wird so etwas wie ZeroCO2 kommen. Und vielleicht auch noch etwas viel Heftigeres, das wir jetzt noch gar nicht für möglich halten.

Ich denke, in einer pluralistischen und heterogenen Gesellschaft ist alles, was zero ist, genauso wie das, was allen aufgezwungen wird, apriori antidemokratisch, totalitär und faschistisch.

Selbst bei eigentlich guten und durchweg positiven Dingen wie Impfungen und Krankheitsbekämpfungen gibt es immer Gründe, warum Einzelne da nicht mitmachen können oder wollen. Und wollen wir die dann umbringen oder wie soll ich das mit dem Zero verstehen?

Ich denke, der größte Fehler, den wir heute machen, ist der, zu glauben, dass der nächste Versuch, in Deutschland eine Diktatur zu errichten, von rechts kommt.

Wir haben zwar alle fleißig die Fakten über die Hitler-Diktatur gelernt, doch immer nur unter der geschichtlich durch nichts zu rechtfertigenden Prämisse, dass so etwas, wenn es kommt und wenn es wiederkommt, von Rechten initiiert werden muss.

Unser Geschichtsbild ist zu weit eingeengt. Man schaue ruhig einmal nach Italien, denn da sieht man, dass Mussolini, der den Faschismus groß gemacht hat, anfangs ein überzeugter Linker gewesen ist.

Und es ist auch weithin unreflektiert bei uns, dass die ersten Anfänge des Faschismus ihren Ursprung in linken Arbeitergruppen in Italien haben.

Wahrscheinlich reicht es aber auch aus, sich die Geschichte der UdSSR und der DDR anzusehen. Der Schießbefehl war ja auch eine Zero-Anweisung.

Und wenn dann eine Frau wie Margarete Stokowski schreibt, die Maßnahmen für ZeroCovid sollen „einfach zack umgesetzt“ werden, dann ist das wirklich erschreckend.

Einfach zack mal schnell die eigene Bevölkerung überfallen, so, wie man früher andere Länder überfallen hat? Mit Solidarität hat das nichts zu tun, Menschen, die anderer Meinung sind, mit einem Zack einfach niederzumetzeln. Selbst wenn man für die „gute Sache“ kämpft.

Wie man heute daher auf solche Zero-Konzepte kommen kann, ist mir völlig schleierhaft. Natürlich kenne ich die Beispiele von Neuseeland und Australien, doch das sind Inseln und das Klima ist dort anders.

Und wenn viele Kenner glaubhaft versichern, dass es in Mitteleuropa im Winter völlig illusorisch ist, Inzidenzen von 50 zu erreichen und sie auch noch zu halten, ist so eine Zero-Idee wirklich Wahnsinn. Ein Wahnsinn, der anderen Wahnsinnsideen, die bereits zu Schutt und Asche geführt haben, prinzipiell nicht nachsteht.

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. SECHSTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2020, 621 Seiten, 22 Euro

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de

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Bernd Niquet und seine Tagebücher: „Der wirkliche Donnerschlag kommt dann mit Verzögerung. Auch braucht mein Inneres einige Zeit, um ihn zu realisieren. Doch als die Dinge dann klar sind und in mir sacken, mache ich etwas, was ich vorher beim Tagebuchschreiben noch niemals gemacht habe. Ich unterstreiche die wichtigen Passagen nicht wie sonst mit meiner blauen Tinte, sondern mit schwarzem Filzstift. Einunddreißig Jahre schreibe ich mittlerweile Tagebuch, das zeigt die Dimension. Hinterher bin ich selbst erschrocken. Das Tagebuch sieht jetzt aus, als sei jemand gestorben. Und in meinem Inneren fühlt es sich auch tatsächlich so an.“

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und lebt in einem ruhigen Außenbezirk von Berlin. Die vorangegangenen fünf Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013, 2018 und 2019.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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