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So oder so klimatot

Donnerstag, 4. November 2021 um 07:54

Von Bernd Niquet

Da wäre ich doch neulich beinahe tatsächlich von einem Elektroauto überfahren worden. Bei uns in der Gegend in einer Seitenstraße. Weil ich eben noch jemand von gestern bin und mich sehr auf mein Gehör stütze.

Auf jeden Fall wäre ich dann aber für die gute Sache gestorben.

Doch ob solche Tiere wie ich der Neuen Welt noch gewachsen sind? Oder ob sie nicht wie viele andere Arten derzeit dadurch aussterben werden?

Ich habe dann auch gleich mein Testament geändert und festgelegt, dass ich stehend beerdigt werden möchte, wie ein Krieger, in voller Montur, den Goldschmuck angelegt und meine Waffen neben mir im Arm.

Später überlege ich mir dann, ob das nicht generell eine gute Idee wäre, Menschen stehend zu beerdigen, schließlich spart das eine Menge Platz. So hätten die Großstädte noch mehr Platz, um zu bauen und Flüchtlinge aller Art anzusiedeln. Denn Urnenbestattungen werden ja bald zu Recht nicht mehr erlaubt sein, wegen des CO2, das beim Verbrennen der Leichen freigesetzt wird.

Aber noch ist es ja nicht so weit. Und da habe ich mir überlegt, wenn ich schon bald vielleicht nicht mehr da bin, vorher noch etwas Gutes zu tun.

Und wenn jetzt schon Elon Musk mit 6 Milliarden Dollar den Hunger der Welt stillen will, könnte ich doch die 1 Billion Dollar von meinem Sparbuch abheben, die gerade der indische Premierminister für die Klimarettung durch die ärmeren Länder gefordert hat.

Ich müsste dann halt nur die Euro in US-Dollar wechseln, aber das dürfte ja nicht so schwierig sein. Es ist wirklich verdammt einfach, Gutes zu tun, man muss es nur wollen.

Wobei ich jedoch an den Zahlen hängen bleibe. Denn die Kosten des Kohleausstiegs bei uns im Land betragen 40 Milliarden Euro. Das hieße jetzt aber doch, dass wir dann, wenn wir auf diesen Ausstieg verzichten würden, mehr als sechs Mal den Hunger in der Welt stillen könnten.

Wäre das nicht viel anstrebsamer? Zumal doch die Chinesen sowieso viel mehr Kohle in die Luft blasen als der Rest der Welt zusammen. Aber die Chinesen sind heute natürlich unsere Freunde und die Nord Stream Russen auch. Ihr Gas betäubt uns ja richtig.

Wirklich merkwürdig, wie die Welt sich geändert hat gegenüber der Zeit, als es noch kein CO2 gab. Eines weiß ich auf jeden Fall, wenn ich noch einmal wiedergeboren werden sollte, dann bloß nicht als CO2-Molekül.

Und wenn ich jetzt doch irgendwann von einem Elektroauto überfahren werde, dann bitte nicht von einem Tesla. Denn wenn ich daran denke, wie mir die 700 Kilo schwere Batterie die Rippen bricht und das Herz zerquetscht, ist das schon keine schöne Vorstellung.

Zumal das ganze Metall ja unter brutalster Vergewaltigung von Mutter Erde mit Chemikalien aus ihrem Schoß herausgeätzt worden und dann von Kindersklaven geborgen worden ist.

Kavaliere sind wir Menschen wirklich nicht, das kann man nicht unbedingt sagen.

Und für den Fall, dass ich wirklich bald nicht mehr da bin, habe ich Ihnen etwas Brandneues hinterlassen, gerade frisch aus dem Ofen. Schauen Sie nur die schönen Farben. Und wie politisch unverdächtig, dunkelblau, gelb, rot. Siehe unten!

Wobei ich mich sowieso frage, warum es gerade in Zeiten der extrem notwendigen Energieeinsparungen bei uns zum ersten Mal eine Ampelkoalition geben soll? Das kostet doch viel zu viel Strom. Aber lassen wir das lieber.

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. SIEBENTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2021, 635 Seiten, 22 Euro

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de

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In Kleists Drama "Penthesilea" geht es um den Konflikt zwischen einem gefühlsintensiven Individuum und der gesellschaftlichen Ordnung, die diesen Gefühlen entgegensteht. Penthesilea, die Königin der Amazonen, erobert im Kampf Männer, um sie zur Zeugung neuer Kriegerinnen mitzunehmen. Nach vollzogenem Zeugungsakt entlässt sie die Männer wieder in die Freiheit. Nur ihrem Geliebten stellt sie nach, was diesen letztlich sein Leben kostet. Kann es sein, dass ich in meinem Leben mehrmals nur haarscharf an vielem aus dieser Tragödie vorbeigeschrappt bin? Und dann ist ja auch noch Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist nur unweit meiner Wohnung freiwillig aus dem Leben geschieden.

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt am wunderschönen grünen Rand seiner ansonsten mittlerweile ungeliebten Heimat Berlin. Die vorangegangenen sechs Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018, 2019 und 2020.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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