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Das Angst-Barometer

Samstag, 12. Mrz 2022 um 08:42

Von Bernd Niquet

Kann man eigentlich die Angst des Westens vor dem russischen Diktator Putin messen? Ja, das kann man.

Messlatte ist dabei der Kosovokrieg. Damals im März 1999 ist die NATO ohne Bündnisfall und ausschließlich, um eine humanitäre Katastrophe unter der albanischen Minderheit zu verhindern, in den Krieg eingetreten.

US-Präsident Bill Clinton hat damals gesagt: „Wir haben gehandelt, um Tausende unschuldige Menschen im Kosovo vor einer wachsenden militärischen Offensive zu schützen.“ Und für die Bundeswehr war es der erste bewaffnete Kampfeinsatz nach dem Zweiten Weltkrieg.

Wie sieht es dagegen heute aus?

Ich bin fest davon überzeugt, der einzige Grund, weshalb der russische Außenminister Lawrow in Antalya aufgetreten ist, darin besteht, den anstehenden Giftgaseinsatz der Russen vorzubereiten.

Denn er hat ja bereits die Schuldigen benannt, die dann unter falscher Flagge die russische Armee mit Giftgas oder biologischen Waffen angreifen werden. So ist das ja in Syrien auch gewesen, da hat man das den Rettern der Weißhelme untergeschoben.

Doch selbst wenn es nicht dazu kommt, wird man sich der Methode aus Syrien und Tschetschenien bedienen, die Städte zuerst zu Trümmerhaufen zusammenzuschießen und anschließend die Trümmerhaufen zu erobern.

So wurde denn auch Grosny in Tschetschenien von der Uno zur am schwersten zerstörten Stadt der Welt erklärt. Und Syrien dürfte jedem noch gut in Erinnerung sein. Auch gibt es hier die Parallelen der bewussten Zerstörung von Krankenhäusern.

Wie lange wird der freie Westen hier noch zuschauen können?

Denn das alles hat es im Kosovokrieg 1999 ja nicht gegeben. Und trotzdem hat man eingegriffen. Die Angst vor Putin ist daher riesig. Und wenn man sich anhört, was deutsche Politiker sagen, dann sogar unendlich groß.

„Ein Giftgas-Einsatz in der Ukraine muss eine rote Linie sein“, sagt ein CSU- Außenpolitiker. Doch von einem Kriegseintritt der NATO will auch er nichts wissen. Rote Linie also wofür? Wahrscheinlich für das eigene Gebrabbel.

Der völlige Bankrott kommt dann von der FDP-Frau mit dem doppelten Doppelnamen, der Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses, die sagt: „Ich befürchte, einen Mann wie Putin, der die Basis der Zivilisation verlassen hat, kann man nicht wirklich aufhalten.“

Wo man nichts mehr machen kann und will, da ist ein Ende erreicht. Putin hat also einen Freifahrtschein und China wird sehr genau zuhören. In Taiwan sollte man bereits anfangen, Gräben auszuheben und Bunker zu bauen.

Gegen Hitler hat sich der Westen noch verteidigt, doch unsere Kraft ist dahin. Unsere Kultur der Freiheit liegt in den letzten Zügen. Wir sind nur noch bedingt verteidigungsbereit.

Die Frage, wie lange der freie Westen hier noch zuschauen wird, ist daher anscheinend falsch gestellt. Der freie Westen ist nicht mehr. Schön war es, es ist aber wohl vorbei.

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. SIEBENTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2021, 635 Seiten, 22 Euro

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de

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In Kleists Drama "Penthesilea" geht es um den Konflikt zwischen einem gefühlsintensiven Individuum und der gesellschaftlichen Ordnung, die diesen Gefühlen entgegensteht. Penthesilea, die Königin der Amazonen, erobert im Kampf Männer, um sie zur Zeugung neuer Kriegerinnen mitzunehmen. Nach vollzogenem Zeugungsakt entlässt sie die Männer wieder in die Freiheit. Nur ihrem Geliebten stellt sie nach, was diesen letztlich sein Leben kostet. Kann es sein, dass ich in meinem Leben mehrmals nur haarscharf an vielem aus dieser Tragödie vorbeigeschrappt bin? Und dann ist ja auch noch Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist nur unweit meiner Wohnung freiwillig aus dem Leben geschieden.

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt am wunderschönen grünen Rand seiner ansonsten mittlerweile ungeliebten Heimat Berlin. Die vorangegangenen sechs Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018, 2019 und 2020.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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