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Dienstag, 22. Mrz 2022 um 07:41

Von Bernd Niquet

Die Zerstörungen in der Ukraine werden immer größer und die Toten und Verstümmelten immer mehr – und mir springen die historischen Parallelitäten zwischen Deutschland und Russland regelrecht ins Auge.

Das fängt schon an bei der Bezeichnung, Nazis bekämpfen zu wollen, die gar keine sind. Da bin ich sicher, dass Putin sich das von unseren Leuten abgeschaut hat, die ja seit 2015 in unserem Land auch überall Nazis am Werk gesehen haben, wenn Menschen gegen weitere Zuwanderung aus islamischen Ländern protestiert haben.

Und weiß eigentlich jemand, wie die wirklichen Nazis den Mord an den Juden bei uns genannt haben?

Genau, ganz ähnlich wie Putin jetzt seine Vernichtung eines ganzes Landes. Wenn Juden vergast wurden, hieß das Sonderbehandlung. Und bei Putin Sonderoperation. Erstaunlich, oder?

Auch die fahnenschwenkenden Menschen neulich im Stadion, die Putin zugewinkt haben, das war ebenfalls abgeschaut von Hitler und der DDR.

Zwischen Putins heutiger industrieller Vernichtung von Menschen und Deutschlands damaliger industrieller Vernichtung von Menschen existieren allerdings große Unterschiede.

Hitlers Schergen haben ihr Morden so weit verborgen, wie das möglich war. Man wollte keine Aufmerksamkeit. Putins Schergen hingegen tun das in aller Öffentlichkeit.

Ein wichtiger Unterschied ist auch: Damals wussten Deutschlands Kriegsgegner nichts von dem Völkermord an den Juden, jedenfalls bis weit in die 40er Jahre hinein. Beim Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 haben die Aufständischen Kuriere zu den Alliierten geschickt, um sie über die Massenvernichtung zu informieren. Ihnen wurde jedoch nicht geglaubt.

Heute wissen die Alliierten hingegen haargenau Bescheid. Und nicht nur das, der Völkermord an den Ukrainern wird täglich live und in HD im Free-TV ausgestrahlt.

Weil die Alliierten Angst haben vor einen Dritten Weltkrieg. Dabei läuft der doch schon längst, spätestens seit Aleppo. Doch der Westen scheint davon zu träumen, dass Putin zur Strecke gebracht wird und danach ein guter und sympathischer neuer Mann kommt, der dann alles anders macht.

Auf mich wirken Joe Biden und die Nato wie kleine Mädchen, die mit ihren Einhörnern spielen: „Das da, das ist böse. Es ist verhext. Doch man muss den Zauberspruch sagen, dann ist es wieder lieb.“

Je länger die Nato wartet, um gegen Putin vorzugehen, umso größer wird das Opfer. Ich frage mich, wann wird das sein? Was ist, wenn die Ukraine komplett vernichtet ist, dann? Wenn die Russen Geiseln nehmen, dann? Wenn sie Menschen gezielt töten, dann?

Und was ist, wenn die Russen anfangen, Menschen zu vergasen, Herr Biden und Herr Stoltenberg? Wenn in Europa wieder Menschen vergast werden, warten Sie dann immer noch ab und schauen zu?

Zum Schluss noch eine Anmerkung zum Begriff Zweiter Weltkrieg. Heute wird uns ja suggeriert, als hätten die Menschen damals bereits davon gesprochen. Das stimmt aber nicht.

Für die Franzosen war der Erste Weltkrieg der große Krieg, weil er viel mehr Opfer gekostet hat, und für die Sowjets war der Zweite Weltkrieg der große vaterländische Krieg.

Der Begriff Zweiter Weltkrieg hat sich erst nach dem Ende dieses Krieges ergeben.

Die Liste der Koinzidenzen ist wirklich frappierend, oder?

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. SIEBENTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2021, 635 Seiten, 22 Euro

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In Kleists Drama "Penthesilea" geht es um den Konflikt zwischen einem gefühlsintensiven Individuum und der gesellschaftlichen Ordnung, die diesen Gefühlen entgegensteht. Penthesilea, die Königin der Amazonen, erobert im Kampf Männer, um sie zur Zeugung neuer Kriegerinnen mitzunehmen. Nach vollzogenem Zeugungsakt entlässt sie die Männer wieder in die Freiheit. Nur ihrem Geliebten stellt sie nach, was diesen letztlich sein Leben kostet. Kann es sein, dass ich in meinem Leben mehrmals nur haarscharf an vielem aus dieser Tragödie vorbeigeschrappt bin? Und dann ist ja auch noch Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist nur unweit meiner Wohnung freiwillig aus dem Leben geschieden.

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt am wunderschönen grünen Rand seiner ansonsten mittlerweile ungeliebten Heimat Berlin. Die vorangegangenen sechs Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018, 2019 und 2020.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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