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Das hilft an der Börse nicht

Donnerstag, 11. Oktober 2018 um 07:30

Von Thomas Grüner
Macht es die steigende Informationsflut in den Finanzmedien einfacher für Anleger, erfolgreich zu investieren? Bei nüchterner Betrachtung kommt man eher zu dem Schluss, dass es für Anleger dadurch sogar schwerer wird. In der reifen und volatilen Phase des laufenden Bullenmarkts ist es umso wichtiger, faktenbasierte Analysen von medienwirksam vorgetragenen Marktmeinungen zu trennen. Je höher der Meinungsjournalismus im Kurs steht, desto schwieriger wird diese Aufgabe. 

Wer sagt was und warum?

Aktuell haben oft sogenannte „Opinion Leaders“ die Schlagzeilen für sich gebucht. Personen, die nicht etwa durch eine langfristig erfolgreiche Geldanlage aufgefallen sind, sondern sich als Medienprofis mit feinem Gespür für erfolgreiche Meinungsmache etabliert haben. Ebenfalls gefragt ist stets auch die Meinung diverser Hedgefonds-Manager, die von Natur aus spekulativ investieren und für eine aufgegangene Wette scheinbar immerwährenden Ruhm geerntet haben. Warum sollte man als Anleger diesen Meinungen kritisch begegnen?

Mehrwert durch Fakten

Für das Erreichen der eigenen Anlageziele sollten sich Anleger stets auf die eigene Interessenslage besinnen. Grundlegende Rahmenbedingungen wie Anlagehorizont, Renditeerwartung und individuelle Entnahmepläne sollten jeder Anlageentscheidung zu Grunde liegen. Die Interessenslage der „Opinion Leaders“ ist oftmals eine ganz andere. Sie spielen mit Kontroversen und schrecken auch nicht vor Populismus zurück, wenn es der eigenen Medienwirksamkeit dient. Hedgefonds-Manager entscheiden mit jeder Menge Kalkül, welche Meinung sie mit der Öffentlichkeit teilen.

Als Anleger sollte man sich immer die Frage stellen: Wie unterschiedlich sind die Interessenslagen und ist für meinen individuellen Anlageerfolg ein echter Mehrwert erkennbar? Wie erfolgreich und erfahren ist diese Person im Bereich der Geldanlage? Auf diese Art und Weise können viele Meinungen herausgefiltert werden, die zwar von hohem Unterhaltungswert sind, durch fehlende Fakten allerdings eher Anreize zu emotionalen Fehlentscheidungen liefern.

Schlagzeilen im Überblick

Wer eine positive Grundeinstellung gegenüber den globalen Kapitalmärkten hat, muss hart im Nehmen sein, wenn er die aktuellen Schlagzeilen querliest: Italien ist pleite und wird durch die Adaption des „Trump-Stils“ die europäische Landschaft weiter spalten. Der Handelskrieg bedroht die Weltwirtschaft, ein harter Brexit wird Schockwellen in Europa aussenden, auch Deutschland ist durch politische Uneinigkeit gelähmt. Steigende Zinsen sorgen dafür, dass sich die Lage für überschuldete Unternehmen und Länder zuspitzt. Die Anleiheblase platzt, der Crash an den Aktienmärkten steht uns ebenso bevor. Wer Liquidität vorhält, macht sich angreifbar für eine mögliche Enteignung des Staates, nicht mal Gold ist vor Manipulationen sicher.

Wie könnte eine renditeorientierte Geldanlage in diesem Umfeld aussehen? Pessimistisch betrachtet ist sie gar nicht existent. Genau deshalb ist der Fakten-Check am Ende so wichtig, denn die übertriebene Darstellung von Banalitäten liegt leider im Trend.

Fazit: Emotionale Meinungsmache steht aktuell hoch im Kurs im reifen Bullenmarkt zählen für Anleger aber nur Fakten. Reicht die Faktenlage nicht aus, um den Märkten den Rücken zu kehren, gilt es, investiert zu sein manchmal auch gegen die Schlagzeilen, gegen die „Opinion Leaders“, gegen die Hedgefonds-Manager und natürlich auch gegen die eigene emotionale Schwäche.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist
Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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