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Verschnaufpause zum Einstieg nutzen?

Donnerstag, 24. Oktober 2013 um 09:08

Von Stefan Böhm
Die Börsen starteten verhalten in die neue Woche; das kann angesichts der starken Performance in der Vorwoche nicht verwundern. Am deutschen Aktienmarkt müssen viele Anleger erst einmal das neue Allzeithoch des Dax verdauen, genauso wie in den USA, wo der marktbreite S&P 500 Index ebenfalls auf eine neue Rekordmarke gestiegen ist. Nachdem der Fiskalstreit beigelegt wurde, scheinen die Märkte wie von Fesseln befreit. Und auch wenn die Lösung nur vorübergehend angelegt ist: Das ganze Szenario lässt die meisten Anleger darauf vertrauen, dass Republikaner und Demokraten auch in Zukunft davor zurückschrecken, die Wirtschaft vollständig vor die Wand laufen zu lassen.

SAP mit Kurssprung nach Zahlen

Doch das Ende des Shutdowns ist nicht allein verantwortlich für den Kursanstieg der vergangenen Tage, auch überwiegend gute Quartalszahlen von den Unternehmen gaben den Börsen Auftrieb und lassen viele Anleger auf mehr hoffen. Wie gut aktuell die Stimmung ist, zeigte der Kurssprung um zeitweise bis zu 8 Prozent bei der SAP-Aktie. Der Softwarekonzern legte als erster der Dax-Werte seine Quartalszahlen vor. Diese zeigten zwar bei Umsatz und Gewinn deutlich nach oben, aber der Anstieg blieb etwas unter den Erwartungen der Analysten. Trotzdem legte der Titel kräftig zu, vor allem weil die noch im Vorquartal gekürzte Prognose für 2013 bestätigt wurde und das Unsicherheit aus der zuletzt schwächelnden Aktie nahm. Das muss aber keine Blaupause für die zahlreichen weiteren Quartalszahlen in dieser Woche sein, denn hier und da werden sicher auch hohe Erwartungen enttäuscht werden. Unter dem Strich dürften aber die positiven Effekte für den Gesamtmarkt überwiegen.

Shutdown bremst US-Konjunktur

Auch in punkto Konjunkturdaten ist diese Woche prall angefüllt, zumal auch einige der wegen des Shutdowns verschobenen US-Konjunkturdaten veröffentlicht werden. Gut möglich, dass es bei einigen der Wirtschaftsdaten aus den USA in nächster Zeit Enttäuschungen gibt, denn schon vor dem Shutdown hat die US-Konjunktur offenbar etwas an Schwung verloren. Einige Konjunkturforscher rechnen nun damit, dass der Shutdown das BIP-Wachstum im vierten Quartal um 0,2 bis 0,4 Prozentpunkte dämpft. Die indirekten Folgen, die vor allem in einem Vertrauensverlust bei Konsumenten und Unternehmern bestehen, sind da noch nicht einmal eingerechnet, sie sind auch schwer zu beziffern.

Europa und China holen wieder auf

Europa und China sind dafür dabei, gegenüber der US-Konjunktur aufzuholen. Die chinesischen BIP-Daten für das dritte Quartal bestätigten das am Freitag, es gab eine Wachstumsbeschleunigung von 7,5 auf 7,8 Prozent. Noch wichtiger: In China macht sich die Hoffnung breit, dass Peking versucht, den Konsum weiter anzukurbeln. Jedenfalls scheint die Konjunktur in China wieder an Dynamik zuzulegen. Und das gilt auch für Europa. Die Einkaufsmanagerindizes am Donnerstag und das deutsche Ifo-Geschäftsklima am Freitag dürften das bestätigen. Für die Weltwirtschaft jedenfalls ist es gut, wenn sich die Last des Aufschwungs auf mehrere Schultern verteilt.

Ebenfalls könnte es sich positiv auf die Aktienkurse weltweit auswirken, wenn sich die Schlagzahl bei Übernahmen und Fusionen erhöht. Und die Chancen dafür stehen gut, denn die Zinsen sind immer noch niedrig und mit der Abnahme der weltwirtschaftlichen Risiken wird das Geld bei den Unternehmen wieder lockerer sitzen.

Fazit: Ende vergangener Woche hat die Stimmung an den Börsen von „abwartend“ auf „kaufen“ gedreht. Ob diese Tendenz im Wochenverlauf anhält, wird maßgeblich von den zahlreichen Quartalsberichten und Konjunkturdaten abhängen. Klar kann es vereinzelt Enttäuschungen und Rückschläge geben, aber für die meisten Anleger entscheidend ist, dass die Wende in der US-Geldpolitik in die Zukunft verschoben wurde. Aktien bleiben daher als Geldanlage erste Wahl.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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