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Was treibt die Menschen dazu?

Freitag, 1. November 2013 um 21:41

Von Bernd Niquet

Es gibt Dinge, die ich einfach nicht verstehe. In dieser Woche habe ich wieder so etwas erlebt. Da musste ich mit zu einem Konzert. Was ich dort mitbekommen habe, hat meinen Glauben an die Menschheit, an Freiheit und Selbstbestimmung, beinahe in Gänze zerstört. Doch der Reihe nach.

Die riesige O2-World in Berlin ist ausverkauft, denn der Mann, der kommt, ist anscheinend ein Weltstar, Bruno Mars. Er hat 6 Millionen Alben und 40 Millionen Singles verkauft, lese ich später nach. Warum, bleibt mir schleierhaft, aber das ist nicht mein Thema heute.

Mein Thema ist vielmehr Massenpsychologie, das totale Abtauchen des Einzelnen in der Masse. Wenn ich jetzt meinen Le Bon finden würde, würde ich daraus etwas zitieren, denn ich habe bestimmt genug treffende Stellen dort angestrichen. Aber es geht auch so. Ich habe ja Augen im Kopf.

Es beginnt mit einer Verspätung. Es sind zwar extrem viele Kinder in der Halle, doch der Meister lässt sich Zeit. Um neun ist der Umbau nach der Vorgruppe fertig, doch das Konzert beginnt erst um halb zehn. Bis dahin sind den Veranstalter sogar schon die Werbefilme ausgegangen.

Ja, Sie hören richtig, es laufen Werbefilme. Ich bin ja nun wirklich ein passionierter Konzertgänger, habe sicherlich weit mehr als tausend Konzerte in meinem Leben gesehen, doch noch keine Werbefilme zwischen Vor- und Hauptgruppe. Ich glaube, in den Kreisen, in denen ich verkehre, würde man sich das auch nicht gefallen lassen. Doch hier zahlen die Leute im Schnitt 60 Euro für die Karte und müssen sich dafür noch Werbeblöcke anschauen.

Doch dann geht es los. Ein kleiner Mann mit Hut kommt auf die Bühne – der Rest ist Geschmackssache, über die man bekanntlich nicht streiten kann.

Ich sitze so, dass ich den Innenraum vor der Bühne in Gänze überblicken kann. Die Menschen stehen eng an eng, haben allesamt die Hände in die Höhe gehoben und bewegen sie gleichmäßig von links nach rechts und von rechts nach links. Und ich überlege mir, was passieren müsste, damit ich so etwas selbst mitmachen würde?

Mir fällt jedoch nichts ein. Vielleicht, wenn ich jemandem einen ganz großen Gefallen tun wollte. Doch warum sollte in einem Konzert der Zuhörer dem Entertainer einen Gefallen tun? Müsste es nicht vielmehr anders herum sein?

Vielleicht würde ich auch in der Menge stehen und meine Arme in die Höhe recken, wenn es darum ginge, gegen Unterdrückung zu opponieren, für Freiheit und Selbstverantwortung zu demonstrieren. Ja, ich glaube, dann würde ich es tun.

Doch bei diesen Menschen an diesem Abend ist das irgendwie alles andersherum. Und nicht nur bei diesen Menschen und an diesem Abend.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

***********************ENDLICH DAS ENDE !!!*****************
*******DER DRITTE UND LETZTE BAND GERADE ERSCHIENEN******

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

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