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Staat hat vor Kriminalität kapituliert

Samstag, 14. Dezember 2013 um 08:46

Von Bernd Niquet

Die gegenwärtige Zeit ist ja mit Verrücktheiten nicht sparsam. Heute ist tatsächlich alles möglich. Da schüttelt der US-Präsident Raúl Castro die Hand und beim Schalker Siegtor in der Champions League stehen gleich fünf Schalker im Abseits, die Hälfte aller Feldspieler! Weltrekord!

Doch das ist alles noch gar nichts gegen das, was im Internet so tobt. Da sind in dieser Woche Nutzer einer Streaming-Pornoseite abgemahnt worden, weil das angerufene Gericht versehentlich davon ausgegangen war, dass es sich hier um eine Tauschbörse handelt.

Und um das Chaos schließlich perfekt zu machen, haben sich Kriminelle ebenfalls auf diesen Zug aufgeschwungen und verwenden nun ihrerseits diese Abmahnungsschreiben für ihre eigenen Zwecke. Es war wie ein Tsunami explodierender Mails, der da durch das Internet waberte, und ich kenne niemanden, der nicht irgendwelche Ausläufer davon selbst mitbekommen hat.

Jetzt läuft eine Gegenklage gegen die widerrechtliche Herausgabe von IP-Adressen, wobei mittlerweile anscheinend generell kaum noch jemand bei Mails zwischen echt und falsch unterscheiden kann, weshalb sich auch das Bundeskriminalamt veranlasst sah, vor falschen Mails mit einem vermeintlichen Vorladungstermin zu warnen, die nicht vom BKA stammen, dafür aber heftige Viren enthalten.

Und wer noch vor Weihnachten etwas im Internet auf einer Seite bestellen will, die er nicht kennt, sollte sich gut informieren, ob es diesen Laden überhaupt gibt und man dort nicht nur seine Vorkasse abzockt.

Ein nettes Weihnachtsgeschenk sind auch anonyme Bedrohungen über Mailkonten, die auf den eigenen Namen des Bedrohten selbst bei web.de oder gmx.de eingerichtet werden, weil das ohne jede Möglichkeit der Rückverfolgung dort möglich ist. So wird man also gleichsam von sich selbst bedroht, und wer damit zur Polizei geht, kann es auch gleich sein lassen.

Ich kenne jemanden, der in einem Fall einer Entführungsandrohung Beschwerde bei der Amtsanwaltschaft eingelegt hat, dass solche Konten nicht gefilzt werden. Das ist jetzt Monate her und er hat noch nicht einmal einen Eingangsbescheid von dort enthalten.

Der Kampf gegen die Kriminalität ist seit dem Beginn der Globalisierung immer hoffnungsloser geworden. Seit das Internet jedoch seinen Siegeszug angetreten hat, ist er definitiv verloren. In diesem Bereich die Polizei zu beobachten, kann einen nur entsetzlich traurig machen und Mitleid erzeugen. Nicht einmal Facebook darf man dort benutzen, wenn man auf Verbrecherjagd ist. Das ist, als wollte man einen Porsche auf der Autobahn mit einer Postkutsche stellen.

Ich denke, dass auch die Verbotsdiskussion der Prostitution vor diesem Hintergrund zu sehen ist. Der Staat hat vor der Kriminalität kapituliert. Weil man es nicht mehr schafft, die Menschenhändler und sonstigen Gangster herauszufiltern und ihnen das Handwerk zu legen, verbietet man gleich das gesamte Gewerbe.

Bei mir im Bezirk gibt es derzeit eine Einbruchswelle, wie niemals zuvor. Ich hoffe nur, dass nicht auch wir bald genau deswegen zum Verlassen unserer Häuser aufgefordert werden, weil die Polizei die Täter natürlich nicht stellen kann. Man muss ja heute tatsächlich mit allem rechnen.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

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Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

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