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Konsolidierung zum Jahresauftakt

Mittwoch, 8. Januar 2014 um 16:07

Von Stefan Böhm
In der zweiten Dezemberhälfte legte der Dax eine kräftige Jahresendrallye an den Tag, um insgesamt 600 Punkte stieg der Index vom Zwischentief bei 9.000 Punkten an. Dass damit ein neues Allzeithoch markiert wurde, versteht sich von selbst. Ungewöhnlich ist das nicht, zeigt die Historie doch, dass der Dax in den letzten beiden Dezemberwochen und in der ersten Januarwoche in acht von zehn Fällen steigt.

Gewinnmitnahmen

Das hat aber kaum Aussagekraft für die Kursentwicklung in den nächsten Wochen und Monaten, denn zum einen sind die Umsätze am Jahresende gering – gerade viele institutionelle Investoren haben die Bücher schon geschlossen. Zum anderen sucht der Markt zu Jahresbeginn meist erst einmal nach Orientierung: Wie ist das fundamentale Umfeld zu bewerten? Sind die Aktien angemessen bewertet oder nicht? Kein Wunder also, dass es in den ersten Handelstagen des Jahres erst einmal nach unten ging, und zwar nicht nur beim Dax, sondern auch bei den meisten anderen Aktienindizes. Die zuletzt veröffentlichten Konjunkturdaten waren jedenfalls nicht gut genug, um die Rallye weiter zu befeuern. Und nun warten die Börsianer schon wieder auf die nächsten Geschäftszahlen der Unternehmen: Die Quartalssaison startet in den USA bereits am Donnerstag.

Peking bekämpft illegalen Kreditmarkt

Die größte Gefahr für die internationalen Finanzmärkte – und auch für die Weltwirtschaft – geht 2014 voraussichtlich von China aus. Die jüngsten Konjunkturdaten lagen etwas unter den Erwartungen und sprechen gegen eine Wachstumsbeschleunigung im ersten Quartal 2014. Allerdings deutet derzeit auch nichts auf deutliche Bremsspuren hin – wahrscheinlich wird das Wachstumstempo in etwa auf dem für chinesische Verhältnisse bescheidenen Vorjahresniveau von +7,7 Prozent verharren. Das wäre das positive Szenario, denn in dem Fall würden sich die positiven Einflüsse durch die Beschleunigung der Weltkonjunktur und die negativen Einflüsse durch die restriktivere Geldpolitik Pekings aufheben. Für die chinesische Führung steht es ganz oben auf der Agenda, dem riesigen, unkontrollierten Schatten-Finanzmarkt die Zügel anzulegen. Das ist zwar für eine gute langfristige Entwicklung nötig, aber für die Konjunktur und die Stabilität des Finanzsystems auch gefährlich. Wir denken aber, dass Peking genügend Möglichkeiten und auch finanziellen Spielraum besitzt, um nötigenfalls gegenzusteuern. Zu Jahresbeginn ging es am chinesischen Aktienmarkt jedenfalls wieder kräftig nach unten, die Kurse in Shanghai fielen auf den tiefsten Stand seit Juli 2013.

Viele wichtige Daten

Noch will sich kaum einer an den Börsen konkret positionieren, die meisten warten lieber die vielen wichtigen Daten in dieser Woche ab. So steht am Mittwochabend die Veröffentlichung des Protokolls der vergangenen  Fed-Sitzung an. Das könnte weiteren Aufschluss über die künftige Strategie der US-Notenbank geben. Von der Sitzung der EZB am Donnerstag ist dagegen wenig Neues zu erwarten, schon gar keine Änderung der Geldpolitik. Vielleicht findet EZB-Chef Draghi in der anschließenden Pressekonferenz beruhigende Worte, die den Börsen weiteren Auftrieb geben. Auch bei den US-Arbeitsmarktdaten am Freitag, den wichtigsten Zahlen in dieser Woche, ist eher eine positive Überraschung drin. Dazwischen gibt es viele weitere Konjunkturdaten aus den USA, Europa und China. Und nicht zu vergessen die ersten Quartalszahlen aus den USA.

Fazit: Die Börsianer scheinen zu Beginn der ersten Januarwoche erst einmal die Luft anzuhalten. Was bringen die Datenveröffentlichungen in dieser Woche? Etabliert sich ein Trend? Eine allzu große Lust auf Gewinnmitnahmen besteht jedenfalls bislang nicht. Doch am Ende dieser Woche werden wir schlauer sein, denn dann könnte sich eine Tendenz abzeichnen. Eine Korrektur wäre allerdings auch kein Beinbruch, denn die langfristigen Aussichten für steigende Aktienkurse bleiben gut.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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