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Wie weit geht die Korrektur?

Mittwoch, 29. Januar 2014 um 15:17

Von Stefan Böhm
Ende vergangener Woche eskalierte die Lage bei einigen Währungen aus den Emerging Markets; es gab teils regelrechte Ausverkäufe. Diese Turbulenzen verunsicherten viele Anleger und ließen schließlich auch die Kurse an den Aktienmärkten einbrechen. Obwohl das Risiko einer weiteren Eskalation und einer Ansteckung anderer Märkte nicht ausgeschlossen ist, scheint die Reaktion an den Börsen allerdings übertrieben. Es ist wohl so: Viele Akteure waren nervös und warteten geradezu auf einen Anlass zu Gewinnmitnahmen, vor allem nachdem angesichts der eher durchwachsenen Quartalszahlen die Argumente für weiter steigende Kurse fehlten.

Kapitalflucht aus Schwellenländern

Also Ruhe bewahren, zurücklehnen und abwarten? Ganz so einfach ist es auch nicht, denn die Turbulenzen in den Schwellenländern offenbaren auch ein grundsätzliches Problem: Die US-Notenbank fährt voraussichtlich 2014 sukzessive ihre Anleihekäufe weiter zurück und dieser Rückgang an Liquidität wirkt sich weltweit aus. Im Vergleich zu den USA sind die Finanzmärkte der meisten Schwellenländer klein. Wenn internationale Anleger aus Furcht vor Liquiditätsengpässen Geld abziehen, dann hat das erhebliche Auswirkungen auf die Anleihe-, Aktien- und Wechselkurse in den Emerging Markets. Dazu kommen noch die hausgemachten Probleme wie beispielsweise die politischen Turbulenzen in der Türkei, der Ukraine und Thailand. Und in Argentinien droht sogar wieder einmal ein Zahlungsausfall. Das ließe sich womöglich für die Weltwirtschaft noch alles verkraften, wenn nicht auch die Konjunktur in China schwächeln würde.

Die Lage ist also ernst. Der Unterschied zu früheren Krisen in den Schwellenländern ist aber, dass die großen Länder wie China, Indien, Brasilien, Russland und auch die Staaten in Ostasien finanziell stabiler geworden sind. Es gibt teils sehr hohe Devisenreserven und einen robusteren Bankensektor. Ein weiteres beruhigendes Argument ist, dass sich die Wirtschaft in den großen Industriestaaten auf Erholungskurs befindet und von der dadurch wachsenden Nachfrage profitieren auch die Schwellenländer. Entscheidend für eine Entschärfung der Krise ist jetzt, dass gerade weltwirtschaftlich wichtige Länder wie die Türkei und Thailand die Lage in den Griff bekommen und die Abwertungsspirale ihrer Währungen beenden.

Ifo-Geschäftsklimaindex legt weiter zu

In Deutschland zeigt die Konjunktur jedenfalls weiter nach oben: Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Januar mehr als erwartet an. Dass dabei die Geschäftserwartungen stärker zulegten als die Lagebeurteilung ist durchaus ein gutes Zeichen und spricht für einen sich beschleunigenden Aufschwung. Am deutschen Aktienmarkt wird derzeit aber mehr auf die Unternehmenszahlen geschaut und da enttäuschten die ersten Quartalsberichte. Bleibt zu hoffen, dass die anderen Unternehmen eine bessere Figur machen als die Deutsche Bank und SAP. So richtig los geht es mit der Veröffentlichung von Quartalsberichten und Jahresergebnissen durch die Dax-Unternehmen aber erst ab Mitte Februar.

In dieser Woche wird neben der Entwicklung an den Finanzmärkten der Schwellenländer vor allem die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch im Blickpunkt stehen. Obwohl die jüngsten Konjunkturdaten nicht übermäßig stark ausfielen, werden die Notenbanker ihr monatliches Anleihekaufprogramm voraussichtlich um weitere 10 Milliarden US-Dollar verringern. Daneben steht aber auch eine Fülle von Konjunkturdaten aus den USA zur Veröffentlichung an, darunter die BIP-Zahlen für das erste Quartal.

Fazit: Nun ist sie also da, die lange befürchtete Korrektur. Der hohe Tagesverlust am Freitag wurde durch mehrere schwache Handelstage zuvor quasi „vorbereitet“. Auslöser waren zwar die Turbulenzen in den Schwellenländern, aber letztlich waren die Kurse in den letzten Wochen den fundamentalen Rahmenbedingungen davongeeilt. Der Dax kann weiter nachgeben und vielleicht sogar zu einem Test der Unterstützung bei 9.000 Punkten ansetzen. Mittelfristig bleiben die Voraussetzungen für wieder steigende Kurse aber gut.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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