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Verschnaufpause oder neue Rallye?

Montag, 3. Mrz 2014 um 08:11

Von Stefan Böhm
Zwar gibt es zahlreiche Meldungen von Unternehmen und der Konjunkturfront, doch die Krise in der Ukraine verdrängte zuletzt diese Nachrichten zunehmend. Dabei sah es erst so aus, als könnte das Land nach dem Sturz von Präsident Janukowitsch einen friedlichen Neuanfang starten. Mit dem Säbelrasseln in Russland und den Unruhen in den Landesteilen mit russischer Bevölkerungsmehrheit hat sich die Lage inzwischen jedoch deutlich zugespitzt.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Lage sehr unübersichtlich ist und die Beurteilungen je nach Sichtweise diametral gegenläufig ausfallen. Man kann jedoch festhalten, dass Moskau wohl auf keinen Fall einen heißen Krieg anstrebt, denn der ist schlecht für's Geschäft. Auf der anderen Seite kann Moskau aber auch nicht auf die Krim mit dem russischen Flottenstützpunkt verzichten. Die eigentliche Gefahr jedoch ist, dass auf beiden Seiten radikalisierte Gruppen in der Region Entwicklungen in Gang setzen, die von Kiew und/oder Moskau nicht mehr ohne Gesichtsverlust rückgängig gemacht werden können. Im schlimmsten Fall würde dann ein militärischer Konflikt drohen, der auf beiden Seiten nur Verlierer hervorbringen würde.

US-Häusermarkt und die Fed

Trotz der Ereignisse in der Ukraine sollte man die anderen wichtigen Nachrichten nicht aus den Augen verlieren. In den USA gab es im Januar einen unerwartet hohen Anstieg der Verkäufe neuer Häuser und auch Auftragseingänge sowie das Konsumklima entwickelten sich robust. Sogleich gab es neue Spekulationen, die Notenbank Fed könnte ihren expansiven Kurs weiter zurückfahren. Das stellte Fed-Chefin Janet Yellen bei ihrer Rede am Donnerstagabend zwar nicht unmittelbar in Aussicht, aber sie hielt sich die Möglichkeit im Falle einer Konjunkturabschwächung offen. Die US-Börsen konnten daraufhin wieder zulegen. Überwiegend gute Nachrichten kamen in der vergangenen Woche außerdem von den Unternehmen. In den USA gab es zahlreiche und zumeist gute Zahlen von Handelskonzernen wie Lowe's, J.C. Penney, Macy's und Home Depot. Auch in Europa waren Quartalszahlen meist gut, einzig durch vorsichtige Ausblicke gab es hier und da Verstimmungen.

Fazit: Die unübersichtliche Lage in der Ukraine hat die zumeist eher positiven Konjunktur- und Unternehmensnachrichten zeitweise übertüncht. Nichts mögen Anleger weniger als Unsicherheit. Eine schnelle Lösung des Konflikts ist aber nicht in Sicht. Die Allzeithochs liegen beim Dax zwar nach wie vor in Reichweite, nach dem aktuellen Stand der Dinge müssen wir uns aber auf eine Phase der Unsicherheit an den Aktienmärkten einstellen. Ein neuer Anlauf nach oben ist zwar weiter möglich, ebenso jedoch ein weiterer Rückschlag. Trader können die kurzfristigen Kursbewegungen für sich nutzen, längerfristig orientierte Anleger sollten sich im Moment jedoch lieber zurückhalten.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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