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Wer sind die Outperformer im Dax?

Dienstag, 22. April 2014 um 08:18

Von Stefan Böhm
Wenn der Rückenwind für den Aktienmarkt insgesamt abnimmt, dann gewinnen die Unterschiede zwischen den Unternehmen für Anleger an Bedeutung. Es legt eben nicht mehr jede Aktie zu – wie in einem Bullenmarkt – sondern die Spreu trennt sich vom Weizen. Diese bereits sichtbare Tendenz dürfte durch die anstehenden Quartalszahlen noch verstärkt werden. Schon seit Jahresbeginn gibt es deutliche Unterschiede in der Performance: Während der Dax knapp unter seinem Stand von Anfang 2014 liegt, konnten immerhin zwölf Dax-Unternehmen teils deutliche Kursgewinne erzielen.

Vom Verlierer 2013 zum Gewinner 2014

Unter den Outperformern dieses Jahres finden sich einige Überraschungen: Vier Aktien der Top 5, nämlich die Lufthansa, Lanxess, ThyssenKrupp und die Commerzbank zählten noch 2013 zu den Underperformern, lediglich HeidelbergCement legte 2013 genauso stark zu wie der Dax, nämlich um 20 Prozent. Der bisherige Top-Performer in diesem Jahr, die Lufthansa, profitiert von einem Gewinnsprung, den der Vorstand wegen geringerer Abschreibungen und sinkender Kerosinkosten in Aussicht gestellt hat. Das KGV sinkt dadurch auf 9,7 und zählt damit auch nach dem Kursanstieg noch zu den niedrigsten im Dax. Unter diesem Gesichtspunkt besteht noch weiteres Aufwärtspotenzial. Die positive Gewinnentwicklung aber einfach ins Jahr 2015 fortzuschreiben, wäre arg voreilig, denn das Grundproblem der Luftfahrtbranche, der starke Wettbewerb und die geringen Gewinnmargen, bleibt. Auch HeidelbergCement, die zweitbeste Dax-Aktie 2014, profitiert von einer guten Gewinnprognose, vor allem wegen der Konjunkturerholung in Europa. Lanxess, ThyssenKrupp und die Commerzbank sind dagegen „Turnaround-Stories“, das heißt, die Anleger hoffen auf eine Wende in der Geschäftsentwicklung und eine Kurserholung. Für diese Hoffnungen gibt es Gründe, aber noch keine Beweise. Ob die Unternehmen die Erwartungen auch erfüllen, ist noch offen.

Gewinnmitnahmen gibt es nur bei Gewinnern

Vielleicht erklärt sich die Outperformance der genannten Aktien aber auch dadurch, dass die Anleger während der Korrektur beziehungsweise der Seitwärtsbewegung des Dax in den vergangenen Wochen hier kaum Gewinne mitnehmen konnten. Für solche Gewinnmitnahmen bieten sich natürlich vor allem die Aktien an, die in den vergangenen Monaten und Jahren besonders gut gelaufen sind. Mit Adidas, Merck und Deutscher Telekom finden sich drei Aktien unter den Flop 5 dieses Jahres, die 2013 noch zu den Outperformern zählten. Natürlich gibt es auch spezifische Gründe, warum gerade bei diesen Aktien Gewinne mitgenommen wurden: Adidas ist stark in Russland engagiert und die Vorstände sowohl von Merck als auch von der Telekom boten enttäuschende Ausblicke für 2014.

Auch Bayer und Henkel, die mit einem Kurszuwachs von etwa 30 Prozent 2013 noch deutlich zu den Outperformern zählten, mussten in diesem Jahr eine Korrektur hinnehmen. Rühmliche Ausnahmen stellen die drei Top-Performer des Jahres 2013, Continental, Deutsche Post und Daimler, dar. Alle drei Aktien konnten sich auch 2014 behaupten. Im Falle einer echten Kurserholung am Aktienmarkt werden diese Titel vermutlich wieder zu den Outperformern zählen.

Fazit: Sollte sich die Stimmung am Aktienmarkt wieder grundsätzlich bessern, dann werden die Gewinner der vergangenen Jahre auch 2014 wieder vorne liegen, denn ihr Erfolg gründet sich zumeist auf einer langfristig guten Geschäftsentwicklung. Die bisherigen Top-Performer dieses Jahres, die genannten „Turnaround-Stories“, werden dann vermutlich nicht mehr mithalten können und relativ gesehen wieder zurückfallen.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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