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Übernahmen geben Auftrieb

Mittwoch, 30. April 2014 um 09:16

Von Stefan Böhm
Meldungen von Übernahmen geben den Börsen derzeit Auftrieb. Die Ukraine-Krise dagegen trat am Aktienmarkt etwas in den Hintergrund, bleibt aber natürlich eine große Belastung. Daneben stehen in dieser Woche zahlreiche wichtige Konjunkturdaten aus den USA und auch aus Europa an, die für Bewegung sorgen dürften. Und nicht zu vergessen die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend.

Doch die Fed-Vorsitzende Janet Yellen und ihre Kollegen werden wahrscheinlich nicht für Überraschungen sorgen: Der Umfang der Anleihekäufe wird voraussichtlich weiter reduziert und Yellen wird in der anschließenden Pressekonferenz betonen, dass trotz der wieder besseren Konjunkturdaten die Geldpolitik noch lange unterstützend bleibt. Und in der Tat dürften die zahlreichen Konjunkturdaten in dieser Woche die Beschleunigung der US-Konjunktur nach der Winterdelle bestätigen. Der wichtige ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe am Donnerstag wird ebenso nach oben zeigen wie die Arbeitsmarktdaten am Mittwoch und Freitag. In Europa werden vor allem die Inflationsdaten für April im Blickpunkt stehen, denn sie könnten darüber entscheiden, ob die EZB die Geldpolitik noch weiter lockert.

EZB besorgt hinsichtlich Stärke des Euro

EZB-Chef Mario Draghi stellte jedoch klar, dass die EZB nur dann weitere Maßnahmen ergreifen würde, wenn sie „echte Deflationsrisiken“ sieht. Bislang rechnet die Notenbank damit, dass sich die Inflationsrate in den nächsten Jahren langsam von selbst wieder der Zielgröße von 2,0 Prozent annähert. Die Inflationsdaten am Mittwoch dürften mit einem Anstieg auf 0,8 Prozent bereits zeigen, dass die 0,5 Prozent im März ein Ausrutscher nach unten waren. So oder so bereitet die Stärke des Euro unserer Ansicht nach der EZB größere Sorgen als die Inflationszahlen. Für Europas Aktienmarkt wäre eine weitere geldpolitische Lockerung aber positiv. Die nächste EZB-Sitzung findet am 8. Mai statt.

Die Großkonzerne in den USA strotzen nach den schwierigen Jahren im Nachklang der Finanzkrise 2008 offenbar nur so vor Selbstvertrauen: General Electric greift nach Alstom und Pfizer hat erneut Interesse an einer Übernahme des britischen Pharmariesen Astra Zeneca bekundet. Anscheinend betrachten die Konzernchefs in den USA die Aktien der europäischen Konkurrenten als unterbewertet, sonst ließen sich solche Übernahmeversuche nicht rechtfertigen. Noch ist unklar, ob diese Akquisitionen Erfolg haben, aber die Aktienkurse der Zielunternehmen schossen schon einmal nach oben. Astra Zeneca um 15 Prozent und Alstom sogar um 27 Prozent. In der Pharmabranche zogen die Spekulationen um Mergers & Acquisitions (M&A) den ganzen Sektor mit nach oben. Das gilt auch für den deutschen Branchenprimus Bayer, der zudem noch von guten Quartalszahlen profitierte.

Megafusionen werden häufig zum Flop

Die Zunahme der M&A-Aktivitäten treibt die Kurse. Doch viele Studien zeigen, dass etwa zwei Dritteln aller Übernahmen auf lange Sicht kein Erfolg beschieden ist. Häufig erweisen sich verschiedene Unternehmenskulturen als nur schwer vereinbar und beide Parteien sind über Jahre nur mit der Integration beschäftigt. In dieser Zeit ziehen die Konkurrenten nicht selten davon. Ein Paradebeispiel dafür ist die DaimlerChrysler-Fusion 1998. Daimler arbeitet heute noch daran, gegenüber BMW und Audi verlorenes Terrain wieder zurückzuerobern. Aus unserer Sicht handeln die deutschen Vorstände daher durchaus klug, wenn sie gerade bei Megafusionen lieber nur zuzuschauen. Anpassungen der Unternehmensstruktur durch kleinere Zukäufe und Verkäufe scheinen dagegen sinnvoller.

Fazit: Die Ukraine-Krise lässt die Börsen erstaunlich kalt. Das würde sich natürlich bei einer echten Eskalation ändern – aber daran glauben im Moment eben wenige, wir auch nicht. Trotzdem bremst die Unsicherheit die Kurse. Konjunkturdaten und Unternehmensmeldungen waren dagegen zuletzt positiv. Vor allem könnte die Zunahme der M&A-Aktivitäten viele davon überzeugen, dass die Börsenbewertungen noch nicht zu hoch sind. Der Dax behauptet sich in seiner Seitwärtsrange – das ist angesichts der Ukraine-Krise nicht schlecht.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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