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Die Helden unserer Nation

Freitag, 13. Juni 2014 um 22:37

Von Bernd Niquet

In den Wochen vor der gerade begonnenen Fußball-Weltmeisterschaft war ich oft den Tränen nahe, denn in Brasilien ist es tatsächlich ziemlich warm und unsere Fußballer müssen sogar mitten in der Mittagshitze Fußball spielen. Mein Mitleid könnte nicht größer sein. Und dann noch die beinahe unendliche Dauer von anderthalb Stunden, die so ein Spiel dauert, das ist doch fast nicht mehr zumutbar.

Am Montag anderthalb Stunden, dann wieder am Samstag anderthalb Stunden und schließlich das letzte Gruppenspiel am Donnerstag darauf erneut anderthalb Stunden. So ein Programm kann doch eigentlich kein Mensch aushalten, denke ich. Es sind wirklich Helden, die uns bei dieser WM vertreten.

Zudem müssen wir daran denken, dass unsere Besten dabei auch noch ganz andere Dinge mit sich herumtragen, die Verträge mit ihren Vereinen und Frauen zum Beispiel – das belastet natürlich zusätzlich. Anderthalb Stunden in der prallen Sonne, ich bekomme das gar nicht aus dem Kopf. Es ist wirklich nicht zu fassen, zu welchen Leistungen Menschen heute in der Lage sind.

Was für Weichlinge dagegen die Radfahrer sind. Auf deren große Tour, die erst etwas später beginnt als die WM, muss zwar jeden Tag gefahren werden, fünf bis acht Stunden sogar, aber natürlich im Sitzen und nicht im Stehen. Die armen Fußballer müssen ja die ganze Zeit stehen. Das ist also beides nicht zu vergleichen. Außerdem dürfen sich die Radfahrer ja auch dopen.

Apropos Stehen. Manche Fußballer laufen zudem auch noch, sogar mehr als zwölf Kilometer in einem Spiel. Das muss man sich mal überlegen, zwölf Kilometer! Auch das ist beinahe unfassbar. Als mein Großvater mit über achtzig noch mit dem Hund spazieren gegangen ist, ist er täglich immer etwa zehn Kilometer gelaufen. Aber er hat dafür auch mehr als zwei Stunden gebraucht. Auch das kann man also keinesfalls vergleichen.

Und als früher einmal der Weltklasse-Schwimmer Michael Groß bei Bayern München mittrainiert und anschließend gesagt hat, dass deren gesamtes Trainingspensum in etwa seinem Aufwärmprogramm entsprach, war er sicherlich geistig nicht ganz auf der Höhe. Auch dass die Handballer oder Eishockeyspieler manchmal an zwei Tagen hintereinander Spiele absolvieren müssen, geschenkt. Das müssen Halma-Spieler sicherlich auch.

Und dann die armen Funktionäre: Urs Siegenthaler, der Chefcoach unserer Nationalmannschaft, hat erzählt, dass er sich in einem Stadion in Brasilien beinahe den Hintern an einem der glühend heißen Schalensitze verbrannt hat. Das sind wirklich Bedingungen wie auf dem Mars, ohne dass Schutz- oder Raumanzüge gestellt werden. Auch diese Leute sind daher pure Helden.

Der Vater eines Freundes stand früher bei Thyssen am Hochofen, jeden Tag vom Montag bis Freitag, aber der hatte natürlich die Gewerkschaft hinter sich. Darüber verfügen die armen Fußballer ja nicht.

Und als ich noch jung war, haben wir an jedem Samstag stets in der Mittagshitze Fußball gespielt. Und sogar mit einem heftigen Kater vom Freitagabend. Wir haben natürlich nie nach anderthalb Stunden aufgehört, da ging es vielmehr erst richtig los. Aber wir hatten ja auch keinen Rasen, sondern einen Ascheplatz.

Egal also, wie man es dreht und wendet, das harte Schicksal und die Heldenhaftigkeit unserer Profifußballer bleiben wirklich in jeder Hinsicht unvergleichbar!

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

******************* Und vergessen Sie nie: ********************
**** Die wirkliche Wirklichkeit liegt stets Jenseits des Geldes! ****

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

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