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Ende der Durststrecke?

Montag, 30. Juni 2014 um 08:09

Von Stefan Böhm
Seit mittlerweile rund sechseinhalb Jahren kennt die Eon-Aktie nur noch einen Weg – nach unten. 2014 hat sich die Talfahrt jedoch in eine volatile Seitwärtsbewegung verwandelt, die mit dem jüngsten Ausbruch der Aktie über den Widerstand bei 14,25 Euro nun abgeschlossen sein könnte. Brechen für die Eon-Aktie damit bessere Zeiten an?

Das zu behaupten, wäre wohl übertrieben. Allerdings steht Eon besser da als RWE. Die Probleme, mit denen man zu kämpfen hat, sind freilich die selben: Energiewende, fallende Strompreise, kriselnde Auslandstöchter und hohe Schulden. Aber zumindest scheint die Zeit reif für einen etwas zuversichtlicheren Blick auf die Zukunft. Dabei darf man jedoch nicht darauf hoffen, dass die fetten Jahre zurückkommen werden. Eher wird es bei Eon um eine Stabilisierung des 2013er Ergebnisses auch für die nächsten Jahre gehen. Auch die Zeiten üppiger Dividenden sind erst einmal vorüber. Allerdings waren Dividendenrenditen von fünf oder mehr Prozent auf Dauer kaum realistisch. Mit der bereits deutlich zusammengekürzten Dividende kommt Eon aber immer noch auf eine Rendite von über dreieinhalb Prozent. Auch damit muss man sich nicht verstecken.

Dividende als versteckte Kapitalerhöhung

Und: Not macht erfinderisch. Eon-Aktionäre konnten wählen, ob sie die Bardividende in Eon-Aktien tauschen wollten. 37 Prozent machten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Für das Unternehmen bringt dies den Vorteil, dass die Barmittel in der Firma verbleiben. Dass das Stromgeschäft aber nach wie vor schwierig bleibt, zeigten auch die Zahlen zum ersten Quartal 2014, als der Konzernüberschuss erneut um rund 13 Prozent gesunken war. Dennoch ist man bei Eon zuversichtlich, dass man die Wende schaffen kann. Nach dem umfangreichen Sparprogramm Eon 2.0, das bis Ende 2015 weitgehend umgesetzt sein soll, müssen natürlich die Weichen für neues Gewinnpotential gestellt sein. Ein Teil der eingesparten Mittel soll daher auch in operative Geschäftsfelder reinvestiert werden. Doch bis sich hier positive Effekte zeigen werden, wird es noch lange dauern. Immerhin: Ab dem Geschäftsjahr 2015 soll der freie Cash-Flow wieder positive Beiträge leisten.

Das schwierige Marktumfeld wird das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich bis zum Ende prägen. Eon-Chef Teyssen bestätigte dennoch die Prognose für 2014 von einem operativen Gewinn zwischen 8,0 und 8,6 Milliarden Euro und einem nachhaltigen Konzernüberschuss zwischen 1,5 und 1,9 Milliarden Euro. Doch auch danach sind keine großen Sprünge zu erwarten. Analysten der Banken sehen im Schnitt zwar ab dem Geschäftsjahr 2015 wieder steigende Umsätze, aber auch stagnierende Gewinne. Ob diese Einschätzung zu negativ ist, bleibt abzuwarten. Die Aktie besitzt dennoch Aufholpotential, denn inzwischen dürfte in der Tat so ziemlich jedes Negativszenario im Kurs enthalten sein. Aus charttechnischer Sicht hat die Aktie mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 14,25 Euro zudem ein starkes charttechnisches Kaufsignal geliefert. Doch auch wenn die Eon-Aktie wieder mehr unter Strom steht, werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Fazit: Die Eon-Aktie dürfte das Schlimmste überstanden haben. Nach dem charttechnischen Ausbruch in der vergangenen Woche könnte der Kurs durchaus weiter nach oben laufen. Dennoch ist das Kurspotential aufgrund der vielen Probleme des Unternehmens begrenzt. Für unser Investor-Depot haben wir uns daher für ein Bonuszertifikat entschieden, das auch bei einer Seitwärtsbewegung attraktiv ist. Die genauen Orderdetails für das Zertifikat finden Sie in der aktuellen Ausgabe des DaxVestors.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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