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Regulierung der Rendite

Mittwoch, 13. August 2014 um 12:34

Von Thomas Grüner
In den vergangenen Jahren wurde die Regulierung der Anlageberatung durch den Gesetzgeber stetig ausgebaut. Die Beratung zu Wertpapieranlagen sei eine „vertrauensempfindliche Dienstleistung“, umfassende Beratungsprotokolle deshalb der Weg zu mehr Transparenz und zur Reduzierung des Schadenspotentials – ein nobler Gedanke. Was ist daraus geworden? 

Wie eine Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zeigt, drängt diese Regulierung immer mehr Banken und Sparkassen aus der Anlageberatung hinaus. Einer Umfrage zufolge hat sich mehr als jedes fünfte Kreditinstitut komplett aus der Aktienberatung zurückgezogen: Zu großer Aufwand bei der Protokollerstellung, hohe Kosten durch Produktinformationsblätter. Keine Beratung statt „besserer“ Beratung: Durch diesen Rückzug aus dem Aktiengeschäft ist laut DAI-Umfrage der Anteil des beratungsfreien Geschäfts deutlich gestiegen. Kontraproduktive Regulierung!

Keine Aktienkultur

Die „Bankenhörigkeit“ vieler deutscher Anleger sorgt dafür, dass dieser Rückzug der Banken in den Portfolios der Anleger deutliche Spuren hinterlässt. Ein weiterer Rückschlag für die langfristige Performance, denn die Aktienkultur ist unter deutschen Anlegern sowieso seit jeher kaum existent. Dabei bilden Aktien einen substantiellen und unersetzlichen Baustein des langfristigen Anlageerfolgs! Im internationalen Vergleich machen deutsche Anleger daher viel zu wenig aus ihrem Geld. Trotz niedrigster Zinsen lagern große Teile des deutschen Vermögens auf Sparkonten und festverzinslichen Anlagen.

Die höchste gemessene Anzahl deutscher Aktienbesitzer datiert aus dem Jahr 2001 – das sagt schon einiges aus. Nicht selten beschränken sich die einzigen Berührungspunkte der sparfreudigen Bevölkerung mit dem Aktienmarkt auf die Telekom-Aktie und den Technologieboom des Jahres 2000 – Grund genug für viele Anleger, dem Aktienmarkt für immer den Rücken zu kehren. Die beiden empfindlichen Bärenmärkte im nachfolgenden Jahrzehnt haben die Tendenz zu vermeintlich „sicheren Anlagen“ verstärkt. Eine fatale Entwicklung!

Vertrauen in Unternehmen

Die deutsche Wirtschaft ist stark! Zahlreiche Unternehmen sind effizient, innovativ, zunehmend globalisiert, auf gesundem Wachstumskurs und sitzen auf Bergen von Liquidität. Der Aktienmarkt bietet die Chance, sich an diesen Unternehmen zu beteiligen, an zukünftigen Gewinnen zu partizipieren! Doch die öffentliche Wahrnehmung ist eine andere. Aktien werden viel eher als Spekulationsobjekt betrachtet, die Märkte als Spielwiese der Banken und Hedgefonds, ein gefährliches Terrain für Privatanleger. Diese Fehlinterpretation des Aktienmarkts birgt die Gefahr hoher Opportunitätskosten. Die historische Rendite der Aktienmärkte ist nun mal den alternativen Anlageklassen deutlich überlegen – inklusive sämtlicher Abwärtsbewegungen, die immer wieder Unsicherheit schüren und ängstliche Anleger zu den ungünstigsten Zeitpunkten aus dem Markt schüttelt.

Internationale Investoren dagegen haben einen klaren Blick auf die Stärke des deutschen Unternehmertums: Der Anteil ausländischer Investoren am Deutschen Aktienindex Dax steigt beständig.

Fazit: Zunehmende Regulierung „drängt“ Banken aus der Aktienberatung. Die gute Nachricht: Der Weg zum Anlageerfolg führt nicht über die von Bürokratie gesteuerte Bankberatung. Glauben Sie dagegen an die Stärke der deutschen Unternehmen? Dann vertrauen Sie Aktien! Es kommt noch besser: Sie sind natürlich nicht auf Deutschland beschränkt. Ihnen steht die ganze Welt offen. Sie können sich die besten Unternehmen der Welt aussuchen und in Zeiten globaler Märkte ganz einfach in Ihr Depot legen.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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