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Keine Angst vor schwachem Euro

Donnerstag, 2. Oktober 2014 um 08:24

Von Thomas Grüner
Während der Dax bisher auch in der zweiten Jahreshälfte 2014 keine positiven Impulse setzen kann, eröffnen sich global denkenden Anlegern weiterhin vielfältige Chancen. Insbesondere im dritten Quartal 2014 kommt den Euro-Investoren dabei die fortgeführte Schwäche der eigenen Währung zu Gute: Investitionen im US-Dollar, britischem Pfund und vielen weiteren Währungsräumen erhalten eine ordentliche Renditespritze. Ein zusätzlicher Bonus zur ohnehin schon starken Wertentwicklung zahlreicher internationaler Aktienindizes.

Sind sich die Euro-Investoren dieser vorteilhaften Lage bewusst? Dieser Eindruck entsteht keineswegs, wenn man die aktuelle Stimmungslage auswertet. Vor dem Hintergrund der nicht ausgestandenen Euro-Krise und der konjunkturellen Schwächephase in Europa dominieren Sorgen und Ängste um eine „schwache Währung“ die Schlagzeilen. Es lohnt sich allerdings, auch die positiven Auswirkungen einer Währungsabwertung zu untersuchen.

Konjunkturprogramm zum Nulltarif

Man kann die Euro-Schwäche auch als gigantisches und „kostenloses“ Konjunkturprogramm interpretieren. Die Exportwirtschaft wird angekurbelt, Produkte und Dienstleistungen werden für viele Investoren aus dem Nicht-Euroraum deutlich attraktiver. Selbstverständlich muss man differenzieren: Die „Schwäche“ des Euro ist nicht für sämtliche Währungspaare gültig. In einigen Ländern der Emerging Markets war und ist eine weitaus dramatischere Abschwächung einzelner Währungen zu beobachten. Je größer die Abhängigkeit von Investitionen aus dem Ausland, desto schneller kann die Schwäche der eigenen Währung auch zum substantiellen Problem werden. Sorgen dieser Art sind für den Euro jedoch unbegründet: Trotz aller ungelösten Probleme und anhaltender Krisenstimmung ist der Euro im globalen Kontext weitaus gewichtiger als Rubel und Co.

Insgesamt sind bezüglich der Exportwirtschaft positive Auswirkungen zu beobachten. Speziell für Deutschland gilt: Die schwachen Währungspaare Euro/US-Dollar und Euro/Pfund sorgen für nachhaltigen Schwung. In der Rangliste der Abnehmer deutscher Exporte belegen die USA und Großbritannien Platz 2 und 3!

USA mit gutem Beispiel voran

Dass die amerikanischen Aktienmärkte das Zugpferd des laufenden Bullenmarktes sind, hat vielfältige Ursachen. Die Kreditvergabe steigt – nicht zuletzt dank der Tatsache, dass die Anleihekäufe der Notenbank sukzessive zurückgefahren werden. Trotz aller Unkenrufe kommt die Konjunktur immer besser in Schwung. Bärenstarke Unternehmen stützen und beflügeln die wirtschaftliche Lage, durch den Fracking-Boom sind die USA mittlerweile nahezu „energiepolitisch“ autark. Und auch die Entwicklung der Währung hat ihren Teil dazu beigetragen!

Erinnern Sie sich? Im Jahr 2011 erreichte die Anlegerstimmung aus europäischer Sicht einen Tiefpunkt, was Investitionen in den USA anbelangte: Die Schuldenproblematik schwächte den US-Dollar erheblich. Aus heutiger Sicht bedeutete diese „schwache“ Währung für die USA eine wichtige Hilfestellung auf dem Weg zu nachhaltiger wirtschaftlicher Stärke! Die gesteigerte Attraktivität der US-Güter und Dienstleistungen für Investoren aus dem Ausland war ein ausschlaggebender Faktor. Eine Parallele zur heutigen Situation in Europa wäre mehr als wünschenswert.

Fazit: Währungsentwicklung heißt nicht Marktentwicklung. Dennoch können die Auswirkungen zumindest kurzfristig von erheblicher Bedeutung sein. Stören Sie sich nicht an der „Euro-Schwäche“, denn sie bringt viel Positives mit sich. Investieren Sie global und vertrauen Sie auf eine Stärkung der Exportwirtschaft!

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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