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Plädoyer pro Ausländerfeindlichkeit

Freitag, 26. Dezember 2014 um 22:59

Von Bernd Niquet

Wenn wir uns mit dem Thema Ausländerfeindlichkeit beschäftigen, geht es in der Hauptsache immer nur um Menschen aus den armen Ländern des Südens, mit anderer Hautfarbe, anderer Religion und anderen Vermögensverhältnissen als das bei uns der Fall ist.

Heute denke ich jedoch: Was ist denn eigentlich mit unseren „Freunden“ aus den Vereinigten Staaten von Amerika?

Neulich war ich nämlich im Saturn-Markt bei mir im Bezirk und habe bei den Waschmaschinen geschaut. Ich wollte den Mitarbeiter etwas fragen, doch den hatten gerade drei Frauen okkupiert. In breitem Amerikanisch texteten sie ihn zu – und das in einer Lautstärke, dass man es auch noch in der Hifi-Abteilung hören konnte.

Wenn ich selbst im Ausland bin, versuche ich immer, wenigstens ein paar Sachen in der jeweiligen Landessprache zu sagen. Das ist eigentlich nicht schwer, finde ich. Zudem gehört sich das so. Man ist schließlich Gast.

Diese drei Frauen jedoch haben nicht ein einziges deutsches Wort gesagt. Sie standen da mit ihrem Zollstock und erwarteten, dass ihr Gegenüber ihre Sprache beherrscht. Dabei dürften sie so fremd hier nicht sein, denn wer sich eine Waschmaschine anschafft, ist bestimmt nicht gerade erst gestern als Tourist mit dem Flugzeug gekommen.

Als ich den Markt verlassen habe, wollte ich gerne in das urige Gasthaus gegenüber gehen, wo es bayerische Kost gibt und Augustiner Edelstoff vom Fass. Da hatte ich mich schon den ganzen Tag drauf gefreut. Auf den ersten Blick schien noch kein anderer Gast da zu sein, es war schließlich noch früh, doch dann sehe ich plötzlich diese drei Frauen in der Ecke sitzen.

Vor allem höre ich sie. Ihre Stimmen hallen durch das gesamte Lokal und ich merke sofort, dass ich hier jetzt nicht sitzen und etwas essen und trinken möchte. Was diese Amerikaner sich einbilden! Und das ist ja nur ein willkürliches Beispiel von vielen ganz ähnlichen.

Und es geht ja nicht nur um die Menschen, sondern auch um ihre Unternehmen. Da kommen die ganzen US-Firmen zu uns, nutzen unsere Infrastruktur kostenfrei, stellen die Leute hier zu Billiglöhnen ein und verschieben anschließend ihre Gewinne in Länder, wo sie keine oder kaum Steuern zahlen müssen.

In dieser Hinsicht, denke ich, ist Ausländerfeindlichkeit beinahe eine Bürgerpflicht.

Doch was passiert, wenn die gesetzlichen Hintergründe dieser Steuermauscheleien der US-Konzerne aufgedeckt werden, wie das jetzt in Luxemburg passiert ist? Es passiert dasselbe, was immer passiert: Die Verantwortlichen kommen ungeschoren davon und der Whistleblower muss vor Gericht.

Erstaunlicherweise läuft am selben Abend dann auf Arte der Film „Schweig, Verräter!“, der zeigt, was in den USA aus denjenigen Menschen geworden ist, die ihrem Gewissen gefolgt sind und bei Unrechtmäßigkeiten des Staates trotzdem die Wahrheit gesagt haben. Sie sind allesamt heute in ihrer Existenz vernichtet, haben ihren Job verloren und bekommen keinen neuen, haben ihr Haus aufgeben müssen, um die Anwaltshonorare zu bezahlen, und sind trotzdem bankrott. Zudem sind alle Partnerschaften in die Brüche gegangen.

Und ich denke: Jetzt können selbst die Amis einmal sehen, wie machtlos der Einzelne gegen eine Diktatur ist.

Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch und nehmen Sie den bitte letzten Satz mit in ein erfolgreiches Jahr 2015!

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

****************** ACHTUNG! Neues Buch: **********************

Bernd Niquet, „Die bewusst herbeigeführte Naivität“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2014, 265 Seiten, 14 Euro, ISBN 978-3-95744-306-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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