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Manchmal darf nur der Hofnarr die Wahrheit sagen

Dienstag, 8. Dezember 2015 um 13:15

Von Bernd Niquet

Zehn Jahre lang habe ich an der Universität im Bereich der Volkswirtschaftslehre studiert und als Assistent gearbeitet. In dieser Zeit habe ich nahezu alle wichtigen Wirtschaftstheorien kennengelernt.

Was ich jedoch in der vergangenen Woche auf 3sat im Kabarettprogramm von Christoph Sieber erfahren habe, schlägt alle diese Theorien bei weitem.

Für mich ist das die beste Erklärung der Funktionsweise unseres gegenwärtigen Wirtschaftsmodells, die ich kenne. Die Form ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, denn Sieber bedient sich der antiken Form des Gleichnisses.

Ich habe die entscheidenden Passagen davon mitgeschrieben. Hier sind sie:

Jemand kauft bei einem befreundeten Gebrauchtwagenhändler für 1.000 Euro einen Gebrauchtwagen. Weil er den Gebrauchtwagenhändler kennt, überweist er die 1.000 Euro schon im Voraus. Dafür will der Gebrauchtwagenhändler ihm das Auto dann auch persönlich vorbeibringen.

Dabei geht jedoch das Auto kaputt. Der Gebrauchtwagenhändler ruft mit schlechtem Gewissen an und erzählt davon, woraufhin der Käufer sagt: Kein Problem, dann solle er halt das Geld zurücküberweisen.

Der Gebrauchtwagenhändler hat damit jedoch bereits Schulden zurückgezahlt. Das Geld ist also weg. Darauf entgegnet der Käufer: Kein Problem, er würde das Auto verlosen.

Zwei Wochen später treffen sich die beiden in einer Kneipe wieder. Mit unvermindert schlechtem Gewissen fragt der Gebrauchtwagenhändler, wie denn die Verlosung gelaufen sei, woraufhin der Käufer sagt:

„Super, ich habe 500 Lose zu 5 Euro verkauft. Ich habe 2.500 Euro gemacht. Minus der 1.000 Euro, die ich bei dir versenkt habe, habe ich immer noch 1.500 Euro Gewinn.“

Daraufhin entgegnet der Gebrauchtwagenhändler: „Aber das Auto war doch kaputt, hat sich da keiner beschwert?“

„Doch, der eine, der es gewonnen hat. Dem habe ich das Geld zurückgegeben.“

Lassen Sie das jetzt einmal in Ruhe auf sich wirken!

Dann lösen sich nämlich bald alle vermeintlichen Unstimmigkeiten, die sich beim ersten Lesen ergeben, komplett auf. Und Sie sehen klar, wer wer ist und was abläuft.

Das Bild, das sich dabei ergibt, sieht allerdings nicht schön aus. Aber so isses eben.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

 

******* DAS ENDE EINES LANGEN ZYKLUS *** NEUES BUCH *******

Bernd Niquet, „IN TIEFSTEN SCHICHTEN“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2015, 327 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-95744-926-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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