18.11.2017 - 16:49 | Lesezeichen | Startseite | Newsletter | Suche | Kontakt | Seite drucken | Sitemap   
 
   

Wo Sie neue
Boom-Börsen finden?!

 

  Geheime Aktien-Gewinnstrategie?!

      Menü

    Home

      Wissen

      Börsen-ABC
      Anlegerrecht


        Twitter & Facebook

        



Anzeige  


 

Suche

 


Kursabfrage

 



 
Kunst im Frühling


 


 

 

 

Unanständiges Modell

Dienstag, 19. Januar 2016 um 13:00

Von Bernd Niquet

Ich sitze gerade daran, meinen Sommerurlaub für dieses Jahr zu buchen. Normalerweise fahre ich ja am liebsten ins Blaue, doch in manchen Gegenden ist es schwierig, dann noch etwas zu bekommen, so dass ein Vorbuchen angeraten ist. Dabei komme ich natürlich an einem Unternehmen wie Booking.com nicht vorbei.

Ich hasse solche Makler und staune sehr über deren Geschäftsmodell. Ich finde das gleich aus mehreren Gesichtspunkten heraus unanständig:

Dem Suchenden wird nämlich stets der Eindruck erweckt, dass, obwohl es noch ein halbes Jahr hin ist, in wenigen Stunden bereits die komplette Region ausgebucht ist und er sich beeilen muss.

Dafür gewährt man ihm die Möglichkeit, bis kurz vor dem Eintreffen dort, sein Zimmer kostenfrei zu stornieren. Doch wer zahlt das? Die Hotels, die es sich nicht leisten können, bei Booking.com nicht gelistet zu sein.

Ich suche und finde, dass das Unternehmen der Priceline Group gehört, die an der Nasdaq notiert und eine atemberaubende Kursentwicklung von 2.000 Prozent plus in gut fünf Jahren hinter sich hat.

Das ist die neue Wirtschaft! Nix mehr herstellen, sondern nur noch Provisionen abgreifen. In der deutschen Landwirtschaft liegt der Durchschnittsverdienst eines Beschäftigten bei 1.100 Euro brutto im Monat. Dafür müssen Booking.com und HRS nur ein paar Hotelzimmer vermitteln.

So werden Tiere und Hoteliers gleichermaßen gequält. Herzlichen Glückwunsch!

Lustig daran ist allerdings die Paradoxie, dass das Internet, das doch eigentlich die riesige Chance besäße, ganz allgemein eine größere Vielfalt und Freiheit für alle zu bewirken, letztlich nur zu einer weit größeren Normierung führt als sie vorher herrschte.

Und den derart „weggesteuerten“ Nutzen sackt die Vermittlungsökonomie als Profit ein.

Was für ein schlechtes Geschäft für die Gesamtgesellschaft.

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

 

******* DAS ENDE EINES LANGEN ZYKLUS *** NEUES BUCH *******

Bernd Niquet, „IN TIEFSTEN SCHICHTEN“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2015, 327 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-95744-926-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

Anzeige


 


 
 
 
 
 
 
 
       
     


© 1999 - 2016 by instock.de | Mediadaten | Impressum