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Terroristen an der Börse?

Donnerstag, 16. Juni 2016 um 14:23

Von Bernd Niquet

Meistens kommt es in der realen Welt anders als in der Modell-Welt vorhergesagt. In meinem Buch „Der Zauberberg des Geldes“ fand sich dazu eine schöne Szene:

Ein Kaninchen schaut gebannt auf die Schlange. Es ist völlig starr und komplett auf die Schlange konzentriert und fixiert. Doch dann plötzlich ein dumpfes Geräusch – und das Kaninchen wird von einem Bären gefressen.

Das entsprechende Kapitel heißt: Der große Kaninchenverstand“.

So ist das ja immer an der Börse: Da blicken alle gebannt auf mögliche Crash-Ursachen – der wirklich Unfall kommt dann jedoch aus einer ganz anderen Ecke. Ein echter Bär kommt nämlich immer unerwartet.

Ähnlich läuft es derzeit auch bei der Fußball-EM in Frankreich. Dort richtete sich anfangs alles gegen mögliche IS-Terroristen, doch dann waren es besoffene und berauschte Fußball-Hooligans, die alles in Schutt und Asche legten.

Und wie sang der Franzose Leo Ferré so schön: „Shakespeare aussi était un terroriste: Words... words... words…“

Leben wir nicht generell mit einer Doppelmoral? Und hilft uns diese Sichtweise weiter?

Gerade hat ein Fußballtrainer in Deutschland die einzige Lösung im Selbstmord gesehen, weil er sich eines minderjährigen käuflichen Call-Boys bedient hatte. Der Volksmund setzt ihn jedoch mit Kinderschändern gleich. Dabei hat es sich hierbei um ein beinahe legitimes Geschäft gehandelt.

Und was ist dagegen mit den Börsengeschäften? Soros aussi était un terroriste. Was ist mit denjenigen, die mit massiven Maßnahmen die Kurse nach unten prügeln, um daraus für sich selbst Profit zu ziehen?

Ich weiß, derartige Spekulanten verhelfen nur den ökonomischen Realitäten zum Durchbruch, so sagt man. Doch was ist dagegen mit den Realitäten der Menschen?

Warum wollen wir eigentlich alle Moslems aus unseren Ländern verbannen, hofieren gleichzeitig aber gerade diejenigen, die uns wirtschaftlich die Kehle durchschneiden?

Manchmal denke ich, sich zuzusaufen und dann zu randalieren, ist wirklich die konsequenteste Lösung. Zumindest ist das ehrlich.

Wenn ich nur nicht so wenig vertragen würde... .

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

******* DAS ENDE EINES LANGEN ZYKLUS *** NEUES BUCH *******

Bernd Niquet, „IN TIEFSTEN SCHICHTEN“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2015, 327 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-95744-926-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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