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Wie 1913?

Donnerstag, 8. September 2016 um 13:56

Von Bernd Niquet

Manches ist unendlich kompliziert und doch total einfach. Auf jeden Fall jedoch furchteinflößend.

Ein Bericht der Nachrichtenagentur AFP titelt: „Experten sehen Ende der Globalisierung“. Darin heißt es dann: „Freihandelsabkommen wie TTIP und Ceta drohen zu scheitern, neue Handelsschranken werden aufgebaut, die Staaten der Welt sind wegen der internationalen Finanzkrise wirtschaftlich nicht mehr so eng verbunden wie noch vor zehn Jahren. Das sind gewichtige Anzeichen dafür, warum führende Ökonomen bereits das Ende der Globalisierung kommen sehen.“

Und es wird noch heftiger: „Manche Experten machen gar eine ähnliche Situation wie 1913 aus, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Als Grund nennen sie kompliziertere politische Verhältnisse in der Welt und einen neuen Protektionismus, mit dem Staaten die heimische Wirtschaft bevorteilen: Offene und verdeckte Subventionen, Exportzölle sowie Regeln, die hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland fernhalten. Seit der Finanzkrise sei kaum ein Tag vergangen, ohne dass ein Land eine Maßnahme erließ, um heimische Unternehmen zu schützen und ausländischen die Geschäfte zu erschweren.“

Oh weh!

Doch ich denke: Ein bisschen tiefer hängen! Letztlich war es doch immer schon so: Jeden Tag wird vom Ende von irgendetwas geredet. Und dann auch noch 1913? Soll das heißen, wir sollten jetzt alle auf ein neues Sarajevo warten?

Ich glaube, man kann die Geschichte auch umdrehen. Bemerkenswerterweise waren die besten Jahre, die der Westen jemals erlebt hat, gerade diejenigen Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, in denen es keine Globalisierung, keinen Freihandel und vor allem auch keine vollkommen liberalisierten Finanzmärkte gab.

Den seit Anfang der 80er Jahre losgelassenen Zauberbesen jetzt ein bisschen abzubremsen, sollte daher keine große Krise auslösen. Ganz im Gegenteil. Wenn wir der Wirtschaft und den Finanzen jetzt auch noch die letzten Fesseln ablegen, droht wahrscheinlich eher größeres Ungemach als bei einem bisschen Protektionismus.

Eigentlich benötigten wir ja wieder so etwas wie Zahlungsverkehrskontrollen, um zu gesunden. Doch so etwas wird es sicherlich nicht geben. Da jagt sich das System lieber selbst in die Luft.

Doch auch 1913 stand die Katastrophe noch längst nicht fest. Ich denke, wir sind heute klüger. Vielleicht nicht viel, aber doch in entscheidendem Maße.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* DAS ENDE EINES LANGEN ZYKLUS *** NEUES BUCH *******

Bernd Niquet, „IN TIEFSTEN SCHICHTEN“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2015, 327 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-95744-926-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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