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So very kompliziert

Donnerstag, 20. Juli 2017 um 14:54

Von Bernd Niquet

Viele Dinge sehen eigentlich ziemlich einfach aus, erweisen sich im Endeffekt jedoch als beinahe unendlich kompliziert. Und genau diese Tatsache ist es, an der der Populismus derzeit Schiffbruch erleidet.

Im neuen Duden gibt es eine aus meiner Sicht völlig untaugliche Definition von Populismus. Denn da heißt es: von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (im Hinblick auf Wahlen) zu gewinnen.

Das verstehe ich nicht. Opportunismus? Demagogisch? Dramatisierung? Ich habe das eine viel bessere Definition. Sie besteht eigentlich nur aus einem Wort: Vereinfachung. Oder Simplifizierung. Populismus ist für mich, in komplexen und interdependenten Zusammenhängen eine einfache Lösung zu präsentieren.

Das kann man natürlich machen, man kann sich aus tausend Einflussgrößen eine herauspicken und sie zum Alleinschuldigen machen. Doch hilft das weiter?

Hätten die Brexit-Befürworter vorher gewusst, was mit so einem Ausstieg alles verbunden ist, wer weiß, wie die Abstimmung ausgegangen wäre.

Etwa 20.00 Regelungen müssen jetzt überprüft werden, in denen die Briten an der EU hängen. Und was ist, wenn man sich dem EU-Recht entledigt, kann man dann noch am EU-Binnenmarkt teilnehmen? Selbst wenn alle wollten, ginge es nicht, weil dann ja ein rechtsfreier Raum entstünde.

Es wird also Kontrollen geben müssen. Doch hier hat natürlich niemand je darüber nachgedacht, dass dafür in den britischen Häfen gar keine Kapazitäten existieren?

Und so geht es weiter und weiter und es zeigt sich ganz allgemein: Aus der mittlerweile existierenden transnationalen Verflechtung weltweit kann man nur noch schwerlich aussteigen.

Ob Donald Trump das alles weiß? Ich bin mir da eigentlich sicher. Und er wird uns bestimmt irgendwann in der Halbzeitpause seiner angekündigten Lösung des Nahostkonflikts in einigen wenigen genialen Twitter-Beiträgen mitteilen, wie das doch gelingt.

Es sei denn, Emmanuel Macron drückt ihm so fest die Hand, dass er nicht an sein Handy herankommt. Vielleicht ist das ja die Lösung. Wie in einer Ehe. Sich so fest zu umarmen, dass niemand mehr loskommt.

Und wenn man genau hinschaut, ist das ja heute schon so. Zum Glück. Denn selbst die schwierigsten Differenzen sind besser als Krieg. Und daran denkt ja heute niemand im Westen auch nur in einem Moment. Was vielleicht den größten Erfolg unserer Politik in den vergangenen siebzig Jahren ausmacht.

Und alles andere tritt dahinter zurück. Alles.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

******* DAS ENDE EINES LANGEN ZYKLUS *** NEUES BUCH *******

Bernd Niquet, „IN TIEFSTEN SCHICHTEN“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2015, 327 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-95744-926-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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