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Sensationeller Fund der Ermittler

Donnerstag, 2. Februar 2023 um 08:04

Von Bernd Niquet

Jetzt geht es den festgenommenen Reichsbürgern wohl wirklich an den Kragen. Aus dieser Situation kommen sie nicht mehr heraus, denke ich. Wobei das Verhalten unseres Staates jedoch sehr an Adolf Hitlers Scharfrichter Roland Freisler erinnert.

Und genau in diesem Kontext sind mir gerade sensationelle Dinge zugetragen worden. Doch zuerst will ich mich hier noch einmal über die Vorkommnisse der vergangenen Woche aufregen.

Da hatte nämlich der „Spiegel“ einen großen Artikel online gestellt, der sogar in den Google News zu finden war. Die Überschrift lautetet: „Fahnder stellen bei „Reichsbürger“-Razzia 420.000 Euro und kiloweise Gold sicher“.

Dieser Satz ist allerdings schon rein grammatikalisch Unsinn. Denn die Razzia gegen die Reichsbürger ist schließlich bereits im Dezember gewesen, so dass es hier das Plusquamperfekt erfordert hätte: Sie hatten sichergestellt.

Aber was will man heute erwarten? Berliner Abitur, Cancel- und Woke-Culture, also nur noch Meinungen, aber kein Wissen mehr. Oder hat es im Geheimen doch noch eine zweite Razzia gegeben? Man könnte es doch mit den Reichsbürgern sowieso wie mit dem Murmeltiertag machen.

Jetzt jedoch zu den Tatsachen. Ich bin kein Jurist und will mich auch mit der juristischen Situation nicht beschäftigen, doch ich finde es sehr seltsam, wenn in einer Demokratie sich in Untersuchungshaft befindliche Personen in der gleichen Weise bloßstellen lassen müssen wie es unter Hitlers Freisler mit den Angeklagten im Gericht gemacht wurde, wo man ihnen die Hosengürtel weggenommen hatte.

Meine Vorstellung ist es, dass alle Tatsachen erst vor Gericht vorgebracht werden dürfen, beziehungsweise frühestens wenn offiziell Anklage erhoben worden ist. Und falls doch etwas vorher veröffentlicht wird, weil das im Interesse der Bevölkerung liegt, dann würde ich das beim Vorwurf eines Putsches bei Tatsachen, die sich auf diesen Putsch beziehen, auch noch irgendwie für gerechtfertigt halten.

Doch der Besitz von Bargeld und Goldbarren hat damit nichts zu tun. Oder ist so etwas heute in Deutschland bereits eine Straftat? Man weiß ja heute nicht mehr so genau.

Wobei diese Sache einer gewissen Komik natürlich nicht entbehrt, worüber die eingesperrten Reichsbürger allerdings wenig lachen werden: Denn so ein hohes Vermögen wie die Reichsbürger besitzt die komplett überschuldete Bundesrepublik Deutschland ja nicht.

Insgesamt ist jedoch sehr klar, was hier läuft, denke ich: Der Staat hat sich vergaloppiert, denn hier hat es keine Putschpläne gegeben, deswegen müssen jetzt eben andere Dinge an den Haaren herbeigezogen werden. Und wenn man den Menschen erzählt, wie reich diese Leute sind, bringt man das einfache Volk natürlich sofort auf seine Seite. So billig ist das.

Es müssen also neue belastende Fakten her. Und da Journalisten ja vom Staatsschutz bei Einsätzen stets vorher informiert werden, habe ich jetzt Folgendes gehört. Man hat nämlich bei dem Reichsbürger-Prinzen etwas schier Fürchterliches gefunden, einen Penis.

Dieser dazu auch noch weiße Mann hat tatsächlich einen Penis, die gefährlichste aller Waffen, die es gibt. Und damit wird auch plötzlich klar, wo hier die Gefahr liegt, nämlich in einer staats- und bevölkerungsgefährdenden Konzentration von Geld, Macht und Trieb.

Und damit ergibt sich dann auch sofort der Anfangsverdacht, dass die Reichsbürger in Wirklichkeit ein Reich schaffen wollten, in dem Missbrauch und Vergewaltigung herrschen und nicht wie unserer bunten Bundesrepublik Kartoffeln und Messer friedlich miteinander leben.

Da musste der Staat deshalb selbstverständlich einschreiten. Wir können uns also alle nur glücklich schätzen, dass der Verfassungsschutz so gut auf uns aufpasst. Und mit dem neuen Sensationsfund scheint auch die Beweislage mittlerweile so sicher zu sein, dass bestimmt niemand von dieser Verschwörerbande jemals wieder aus dem Gefängnis herauskommen wird.

Hoch lebe die Demokratie!

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. ACHTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2022, 632 Seiten, 23,50 Euro

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Kann man eigentlich durch einen Wohnungsumzug jünger werden? Vielleicht. Und gibt es so etwas wie einen Sinn des eigenen Lebens? Oder Dinge, die die Seele noch vor dem Tod zu erledigen hat? Schon schwieriger. Dabei hatte Goethe doch bereits den Chor der Engel singen lassen, dass derjenige, der sich immer strebend bemüht, erlöst werden kann. Die wichtigste Frage im Leben lautet dann aber wohl doch, was denn nun erfolgreicher weiterhilft, die eigene Intuition oder wissenschaftliche Erkenntnisse?

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt am letzten grünen Zipfel der Failed Stadt Berlin. Die vorangegangenen sieben Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018, 2019, 2020 und 2021.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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