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Zirkelschlüsse

Donnerstag, 13. Juni 2024 um 08:11

Von Bernd Niquet

(1) Kennen Sie Markus Krall? Sollten Sie aber. Und das tun sie ja sicherlich auch.

Denn er gibt aktuell zu bedenken, dass es irreführend wäre für die Regierung, zu glauben, dass derjenige Teil des deutschen Volkes, der 1989 trotz der Gefahr eines Massakers nach Vorbild des Massenmordes auf dem Platz des Himmlischen Friedens der SED-Diktatur die Stirn geboten hat, sich durch die Drohungen gegen die AfD einschüchtern lassen wird.

Diese Menschen sind damit wohl die einzig realistische Hoffnung, die in unserem Desaster heute noch verbleibt.

(2) Kennen Sie Apollo News? Sollten Sie aber. Finden Sie leicht im Internet. Für mich die beste Nachrichtenseite überhaupt.

Gerade habe ich in einem Interview ein wunderbares Bonmot des Chefredakteurs Max Mannhart gehört, das überzeugend erklärt, warum die AfD rechtsextrem ist.

Er sagt: „Wir haben einfach vorausgesetzt, die AfD sei rechtsextrem, und schlussfolgern jetzt daraus, dass die AfD rechtsextrem ist. Das ist wirklich genau das, was gerade passiert, und das ist einfach völlig offensichtlicher Quatsch.“

Großartig, finde ich das. So klar habe ich das vorher noch nie gesehen. Ein Kreisprozess also, ein Zirkelschluss, in dem das, was bewiesen werden soll, bereits als Voraussetzung enthalten ist.

Vielleicht könnte man diesen spontanen Gedanken so weiterführen: Die AfDler sind deshalb rechtsextrem, weil sie Nazis sind. Und daraus folgt dann gleich der nächste Zirkelschluss: Weil die AfD nationalsozialistisch ist, kann sie nicht demokratisch sein.

Und weiter: Weil die AfD nicht demokratisch ist, muss sie vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Der nächste Schritt dann: Weil die AfD vom Verfassungsschutz beobachtet wird, muss sie rechtsextrem sein.

So geht das dann weiter und weiter. Auf diese Weise kann man alles beweisen, was man gerne beweisen will.

Doch es gibt noch eine Steigerung.

(3) Kennen Sie Robert Willacker? Kannte ich auch nicht. Doch er hat eine der Abschlussreden auf den Wiener Festwochen 2024 darüber gehalten, dass die Linken zwangsläufig rechte Parteien wie die AfD und FPÖ benötigen.

Doch warum ist das so? Willacker sagt, der linke Mainstream braucht diese Parteien, um die eigene Schuld kompensieren zu können.

Und das schlechte Gewissen dort kommt sowohl aus der nationalsozialistischen Vergangenheit als auch von den eigenen Verstößen der Linken gegen das klimaneutrale und woke Leben.

Genau an dieser Stelle kommen dann die rechtsextremen Parteien ins Spiel: Sie sind nämlich genau das ausgelagerte Feindbild, das die Linken brauchen, um sich nicht länger dem Konflikt mit ihrem eigenen Selbst stellen zu müssen.

Denn selbst wenn die Linken Klimasünden begehen und ihre Kinder nicht in diejenigen Schulen geben, in denen sie zusammen mit Migranten nichts lernen, können sie sich immer noch besser fühlen als diejenigen, die Migranten ganz abschieben wollen.

Wären die anderen nicht schlecht, wären sie selbst nämlich nicht gut. Und weil dieser Selbstbetrug das einzige Erlösungsversprechen ist, haben sie ihn unter dem Schlagwort „Kampf gegen rechts“ sogar institutionalisiert.

Der moralische Ablasshandel im „Kampf gegen rechts“ ist dabei längst zu einer gigantischen Selbstbestätigungsmaschinerie geworden. Der Krieg ernährt den Krieg, und wie der Krieg den Krieg ernährt, so ernährt auch der „Kampf gegen Rechts“ den „Kampf gegen rechts“. Die Politik bestellt und die steuergeldfinanzierte NGO-Industrie liefert.

Nach dieser Rede herrschte eisiges Schweigen im Saal. Draußen im Land regiert jedoch der Trubel. Es ist genau wie Mussolini es damals in Italien vorgemacht hat: Man muss die Bevölkerung nur erfolgreich spalten, dann kann man alles mit ihr machen.

Wobei Mussolini ja gar nicht so weit gegangen ist, sie in einen Krieg zu führen.

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. NEUNTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2023, 648 Seiten, 23,50 Euro

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Eigentlich war ich vollkommen sicher, dass jetzt die Zeit dieser ganzen Auseinandersetzungen hinter mir lag. Deswegen hatte ich auch extra meine Mietrechtschutzversicherung gekündigt.

Dann habe ich aber doch einmal in die Betriebskostenabrechnung hineingeschaut und musste unwillkürlich rechnen. 29.220 Euro im Jahr 2018 für die Reinigung der Treppen und Flure, das sind 93 Euro pro Haus pro Woche. Ich würde das jeweils in zehn Minuten schaffen, doch selbst wenn die ungelernte Hilfskraft zwanzig Minuten braucht, sind das 279 Euro Stundenlohn, den die Leiharbeitsfirma dafür einfährt.

Wer dabei nicht an Sizilien denkt, kann eigentlich nicht mehr voll bei Verstand sein. Doch genau das traf ja zu. Wo war ich hier nur hineingeraten?

Dem stand allerdings auf der Habenseite entgegen, dass ich höchstwahrscheinlich der einzige Mensch in unserem Land bin, dessen Leben durch die Corona-Pandemie nicht negativ tangiert wurde.

Und wenn diese Leute hier mich dann auch noch gut finden würden, dann hätte ich wirklich etwas falsch gemacht in meinem Leben.

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt immer noch am letzten grünen Zipfel der Failed Stadt Berlin. Die ersten acht Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018, 2019, 2020, 2021 und 2022.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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