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Geduld, Skepsis und Vorsicht

Freitag, 27. Oktober 2023 um 00:50

Von Thomas Grüner
Mit dem aktuellen Hype um KI („Künstliche Intelligenz“) gehen Chancen und Risiken für Anleger einher. Auf der einen Seite wird viel über bahnbrechende Innovationen berichtet, über erfinderische Unternehmen, die mit generativer künstlicher Intelligenz die Lebensqualität vieler Menschen verbessern können. Auf der anderen Seite eröffnen sich durch KI aber auch neue Möglichkeiten, die hohe Aufmerksamkeit der Anleger für betrügerische Aktionen auszunutzen.

Vorsichtig bleiben

Diesen neuen Risiken widmet sich ein aktueller Bloomberg-Bericht, der ausführlich über sogenannte „Deepfakes“ berichtet. Betrüger verwenden dabei generative KI, um die Stimmen und Bilder von Menschen zu klonen. Dadurch entsteht sozusagen eine Weiterentwicklung der bekannten Masche, arglosen Personen den Anruf eines geliebten Menschen vorzugaukeln, der scheinbar in finanziellen Schwierigkeiten steckt und schnelle Hilfe benötigt. Hierbei war es immer schon hilfreich, skeptisch zu sein – umso mehr, wenn die Methoden mit Hilfe der KI nun raffinierter werden.

Auch die Anlagebetrügereien werden dank der Deepfakes immer ausgefeilter. Ein großer Fall sorgte kürzlich in Großbritannien für Schlagzeilen, als Deepfake-Videos von Elon Musk und einem beliebten BBC-Moderator verwendet wurden, um Anleger zu täuschen. Im zugehörigen Werbeclip wird berichtet, dass Elon Musk eine neue Handelssoftware entwickelt hat, mit der sich riesige Gewinne erzielen lassen – und Elon Musk persönlich preist die überragenden Fähigkeiten dieser Software an. Ein Vorläufer dieser Masche war bereits in Deutschland zu beobachten, als Betrüger die Protagonisten der Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ ohne deren Wissen zu Werbezwecken für eine Krypto-Handelsplattform missbrauchten. Anleger sollten sehr vorsichtig sein – auch scheinbar prominente Befürworter sind kein Zeichen für die Güteklasse einer Investition.

Cyber-Kriminalität ist ein Problem

Was können Sie also tun, um Ihr Risiko zu verringern? Denken Sie daran, dass Investitionen, die zu gut klingen, um wahr zu sein, es in der Regel auch sind. Wenn Sie in den „gesponserten Ergebnissen“ der Suchmaschine Ihrer Wahl etwas sehen, das wie eine gute Anlagemöglichkeit aussieht, seien Sie skeptisch. Wenn Sie daran interessiert sind, stellen Sie unabhängige Nachforschungen an, um sicherzugehen, dass es sich um ein echtes Angebot handelt – ganz gleich, wie glänzend die Website und die angebliche Renditeentwicklung sind.

Und auf der anderen Seite: Lassen Sie sich nicht entmutigen, denn die künstliche Intelligenz bringt auch zahlreiche gute Dinge mit sich! Die großen langfristigen Gewinner einer neuen Technologie sind jedoch oft nicht diejenigen, die die zugrunde liegende Technologie – in diesem Fall die generative KI – entwickeln. Vielmehr sind es die kreativen Nutzer, die die Technologie einsetzen, um neue Dinge zu tun, Probleme zu lösen und das Leben besser zu machen – und dabei Gewinne und Erträge für die Investoren erwirtschaften.

Fazit: Skepsis und Vorsicht sind gefragt, wenn Anleger mit den Schattenseiten der KI-Entwicklung in Berührung kommen. Bei „intelligenten“ Betrügern ist maximale Wachsamkeit erforderlich, gerade wenn es um verlockende Investitionsmöglichkeiten geht. Profitieren können Anleger sehr wohl von der KI-Entwicklung – allerdings ist hierbei eine gewisse Geduld erforderlich. Die Gewinner der fernen Zukunft sind immer unvorhersehbar. Bei Aktieninvestitionen mit langfristigem Anlagehorizont ist es wie immer ratsam, die Risikodiversifikation niemals aus dem Fokus zu rücken.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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